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Beschreibung:
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Mit bloßem Auge hatte ich zunächst den Eindruck, daß im Sternbild Perseue ein neuer, heller Stern geboren worden wäre, was natürlich nicht sein konnte. Neugierig geworden, holte ich mein Fernglas zur Hand und ich erkannte den Komet 17P/Holmes direkt als ein rundliches Objekt mit hellem Kern und einem ”Nebel” drum herum. Ich bin dann zum PC gegangen, und habe mal nachgesehen, was an dieser Stelle am Himmel sein sollte. Meine sämtlichen Astroprogramme zeigten an dieser Himmelsposition den Kometen 17P/Holmes, der aber niemals so groß und hell sein konnte. Also habe ich einige astronomische News-Seiten und Foren in Internet durchgewühlt und bin fündig geworden. 17P/Holmes hatte, diesen Berichten zu Folge, einen gewaltigen Helligkeitsausbruch erlebt. Von einem Kometchen der 16. Größe zu einem mit freiem Auge leicht sichtbaren Kometen mit einer scheinbaren Helligkeit von 2,5 mag und einem Durchmesser von rund 5’. Nun war klar, was ich gesehen hatte. Hätte das Objekt einen Schweif gehabt, wäre auch mir direkt klar gewesen, daß ich da einen Kometen im Fernglas hatte. Im weiteren Verlauf des Monats blähte sich der Komet immer weiter auf. Er sah zeitweise wie ein großer planetarischer Nebel aus. Er steigerte seinen Durchmesser immer weiter und erreichte dabei locker die Größe einer Vollmondscheibe und größer. Bis Ende Januar 2008 hatte er eine Größe von 80’ x 60’ erreicht. Dabei nahm seine Helligkeit auf etwa 4,0 mag ab. Zeitweise konnte ich auch den etwa 2° langen, breiten Gasschweif erkennen. Der war aber nur über einen kurzen Zeitraum Anfang November zu sehen. Im Verlaufe der Zeit wurde aus dem rundlichem Kometen ein lang gezogenes Objekt mit sehr großem Koma um den hellen Kern. Ich nutze während diesem Zeitraum jede Wolkenlücke, um den Kometen mindestens im Fernglas zu beobachten. Die Teleskope kamen natürlich an wenigen Abenden zum Einsatz - leider. Das Wetter verhinderte einen umfangreicheren Teleskopeinsatz. Aber der Komet ist auch im Fernglas eine wahre Augenweide. In Verlaufe des Monats Januar waren für eine erfolgreiche Fernglas-Beobachtung zwei Voraussetzungen unumgänglich: erstens ein dunkler Landhimmel und zweitens einen Beobachtungszeitpunkt mit keinem störenden Mondlicht oder aber zumindest einem Mond mit kleiner Phasengestalt. Unter den beiden vorgenannten Bedingungen sind mir auch noch im Monat Februar 2008 drei sehr schöne Beobachtungen gelungen. Allerdings mußte ich mich dafür mal wieder in den Vogelsbergkreis begeben. Aber auch dieses mal hat sich die längere Anreise durchaus gelohnt. Der Komet hat im Februar eine Helligkeit von etwa 4,5 bis 5 mag - etwas schwer zu schätzen. Seine Koma ist weiter gewachsen. Ich schätze die Größe Ende Februar auf etwa 90’ x 70’. Am schönsten empfand ich die Beobachtung in meinem 10x56 Zeiss-Fernglas. Bei der Teleskopbeobachtung brachte der Einsatz des 25mm Plössl das beste Ergebnis am 8-Zöller, während am 10-Zöller Dobson das 32 mm TS SP die beste Wahl war. Im Beobachtungsmonat März ist mir nur eine Beobachtung möglich gewesen. Diese fand ebenfalls wieder im Vogelsbergkreis statt. Die Beobachtung im Fernglas war, verglichen mit der Februarbeobachtung, wesentlich schwieriger. Die Koma ist noch mal gewachsen und viel diffuser geworden. Auch die scheinbare Helligkeit hat nachgelassen. Ich schätze die Größe im März auf etwa 1,4° mal 1,6° und die scheinbare Helligkeit auf etwa 5,8 bis 6 mag. Auch die Teleskopbeobachtung hat sich schwieriger gestaltet. Dennoch hat sich die Reise auch dieses mal wieder gelohnt.
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