Fixsternhimmel im Februar
Sternkarten erstellt mit HNSky (c) Toni Mayer

Die Monatssternkarte, die Sie jeden Monat an dieser Stelle finden, zeigt den Himmelsanblick jeweils am 15. des betreffenden Monat  um 22.00 Uhr. Er entspricht dem Himmelsanblick am Monatsersten um 23:00 Uhr und am Monatsletzten um 21:00 Uhr. Da ein Sterntag 23 Stunden und 56 Minuten lang ist, kulminieren alle Sterne täglich vier Minuten früher als am Vortag. Nach einem Monat, genauer gesagt nach exakt dreißig Tagen, passieren alle Sterne den Meridian zwei Stunden früher. Nach drei Monaten ergibt sich dann ein fast völlig neuer Himmelsanblick. Wir sprechen deshalb vom Februar bis zum April von Frühlingssternbildern, vom Mai bis zum Juli von den Sommersternbildern, vom August bis zum Oktober von den Herbststernbildern und schließlich vom November bis zum Januar von den Wintersternbildern. Sie dominieren den Himmelsanblick jeweils in ihrer zugehörigen Jahreszeit.

 

Ergänzende Sternkarten
Süd     Ost     West     Nord
Wintersechseck

Orion hat bereits die Mittagslinie durchschritten. Sein rötlicher Schulterstern Beteigeuze und sein bläulicher Fußstern Rigel sind selbst am aufgehellten Stadthimmel gut zu erkennen, ebenso die drei in einer Linie stehenden Gürtelsterne. Nur unter guten Sichtbedingungen ist allerdings der Große Orionnebel mit der Katalogbezeichnung M 42 knapp südlich, also unterhalb der drei Gürtelsterne auszumachen. Dieses Sternentstehungsnest ist ein attraktives Objekt auch für Fernglasbeobachter.

Dem Himmelsjäger Orion folgt der Große Hund, dessen intensiv bläulich strahlender Hauptstern Sirius eben den Himmelsmeridian, die Nord-Süd-Linie überschritten hat. Nur knapp neun Lichtjahre trennen uns von Sirius. Er zählt somit zu den Nachbarsternen unserer Sonne.

Am Osthimmel kündigt sich der kommende Frühling an: Der Löwe nimmt hier seinen Platz ein. Sein Hauptstern Regulus fällt als einziger Stern erster Größe in dieser Gegend sofort auf.

Am Südhimmel, hoch über unseren Köpfen stehen die Zwillinge, in denen sich zur Zeit der ringgeschmückte Planet Saturn aufhält. Zwischen dem Löwen und den Zwillingen findet man den Krebs. Dem Namen nach kennt ihn fast jeder, da er zum Tierkreis gehört, dessen Bilder in Horoskopen regelmäßig erwähnt werden. Den Krebs aber am Sternenhimmel auszumachen, ist nicht einfach, da er nur aus lichtschwachen Sternen zusammengesetzt ist. Gerade deshalb sollte man einmal versuchen, in einer mondlosen Nacht und ohne durch Straßenlampen gestört zu werden, dieses Tierkreisbild zu finden. Schon mit bloßen Augen kann man im Krebs den offenen Sternhaufen Praesepe (lat. Krippe) sehen, allerdings nur als schwaches Lichtpünktchen. In Sternkarten ist Praesepe häufig mit der Katalogbezeichnung M 44 eingetragen. Im Teleskop zeigt sich ein Gewimmel einzelner Sterne. 580 Jahre war das Licht der Praesepesterne unterwegs, wenn wir sie im Fernrohr betrachten.

Das Wintersechseck mit den Sternen Kapella - Aldebaran - Rigel - Sirius - Prokyon - Pollux hat sich deutlich nach Westen verschoben.

Von den Herbstbildern sind am westlichen Himmel nur noch Andromeda und Perseus erwähnenswert.

Im Nordosten schiebt sich der Große Wagen langsam immer höher, während das Himmels-W, die Kassiopeia, zum Horizont herabsinkt, ihn aber als Zirkumpolarsternbild nicht erreicht.

Quellenangabe: Kosmos Himmelsjahr de Luxe