Fixsternhimmel im Februar
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Ergänzende Sternkarten
Süd Ost West Nord
Wintersechseck
Orion hat bereits die Mittagslinie durchschritten. Sein rötlicher Schulterstern Beteigeuze und sein bläulicher Fußstern Rigel sind selbst am aufgehellten Stadthimmel gut zu erkennen, ebenso die drei in einer Linie stehenden Gürtelsterne. Nur unter guten Sichtbedingungen ist allerdings der Große Orionnebel mit der Katalogbezeichnung M 42 knapp südlich, also unterhalb der drei Gürtelsterne auszumachen. Dieses Sternentstehungsnest ist ein attraktives Objekt auch für Fernglasbeobachter.
Dem Himmelsjäger Orion folgt der Große Hund, dessen intensiv bläulich strahlender Hauptstern Sirius eben den Himmelsmeridian, die Nord-Süd-Linie überschritten hat. Nur knapp neun Lichtjahre trennen uns von Sirius. Er zählt somit zu den Nachbarsternen unserer Sonne.
Am Osthimmel kündigt sich der kommende Frühling an: Der Löwe nimmt hier seinen Platz ein. Sein Hauptstern Regulus fällt als einziger Stern erster Größe in dieser Gegend sofort auf.
Am Südhimmel, hoch über unseren Köpfen stehen die Zwillinge, in denen sich zur Zeit der ringgeschmückte Planet Saturn aufhält. Zwischen dem Löwen und den Zwillingen findet man den Krebs. Dem Namen nach kennt ihn fast jeder, da er zum Tierkreis gehört, dessen Bilder in Horoskopen regelmäßig erwähnt werden. Den Krebs aber am Sternenhimmel auszumachen, ist nicht einfach, da er nur aus lichtschwachen Sternen zusammengesetzt ist. Gerade deshalb sollte man einmal versuchen, in einer mondlosen Nacht und ohne durch Straßenlampen gestört zu werden, dieses Tierkreisbild zu finden. Schon mit bloßen Augen kann man im Krebs den offenen Sternhaufen Praesepe (lat. Krippe) sehen, allerdings nur als schwaches Lichtpünktchen. In Sternkarten ist Praesepe häufig mit der Katalogbezeichnung M 44 eingetragen. Im Teleskop zeigt sich ein Gewimmel einzelner Sterne. 580 Jahre war das Licht der Praesepesterne unterwegs, wenn wir sie im Fernrohr betrachten.
Das Wintersechseck mit den Sternen Kapella - Aldebaran - Rigel - Sirius - Prokyon - Pollux hat sich deutlich nach Westen verschoben.
Von den Herbstbildern sind am westlichen Himmel nur noch Andromeda und Perseus erwähnenswert.
Im Nordosten schiebt sich der Große Wagen langsam immer höher, während das Himmels-W, die Kassiopeia, zum Horizont herabsinkt, ihn aber als Zirkumpolarsternbild nicht erreicht.
Quellenangabe: Kosmos Himmelsjahr de Luxe