Meteorströme im Februar

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Zwischen dem 6. Februar und dem 9. Februar sind die Alpha-Aurigiden zu erwarten. Ihr Maximum ist nicht sehr ausgeprägt. Der Ausstrahlungspunkt liegt in der Nähe von Kapella, derm hellsten Stern im Sternbild Fuhrmann. Nur wenige, aber helle und langsame Meteore tauchen auf. Die beste Beobachtungszeit ist um Mitternacht. In den letzten Jahren scheint der Strom versiegt zu sein. Weitere Beobachtungen sind sehr erwünscht.

Die Delta-Leoniden erreichen ihr Maximum um den 25. Februar. Ihr Radiant liegt im Sternbild Löwe. Sie sind ein schwacher Strom, der sich zwischen dem 15. Februar und dem 10. März bemerkbar macht, wobei es sich um langsame Objekte handelt mit einer Geschwindigkeit von um die 25 Kilometer pro Sekunde.

Zu Monatsende erscheinen die ersten Virginiden am Morgenhimmel; sie scheinen dem Sternbild Jungfrau zu entspringen.

Quellenangabe: Kosmos Himmelsjahr de Luxe - Bild Meteorschauer (c) NASA

 

Meteorströme selbst beobachten

Da für die Beobachtung von Sternschnuppen keine spezielle optische Ausrüstung erforderlich ist, empfiehlt sich dieses Gebiet der Astronomie auch und gerade für den Einsteiger in die Astronomie. Um die ersten Beobachtungen so erfolgreich wie möglich zu gestalten, sollte man allerdings einige Tips und Tricks beachten:

  • Man achte unbedingt auf die aktuelle Mondphase. Ideal ist es, wenn das Schauermaximum auf den Zeitpunkt des Neumondes fällt. Ist das nicht der Fall, empfiehlt es sich, die Beobachtungszeit vor Mondaufgang oder nach Monduntergang zu wählen. Steht der Mond am Himmel, wird der Himmelshintergrund aufgehellt und die schwächeren Meteore gehen im Mondlicht verloren.
  • Um möglichst viele Sternschnuppen eines Meteorstromes zu beobachten, ist es sehr vorteilhaft, wenn der Radiant des Schauers möglichst hoch am Himmel steht. Als Radiant bezeichnet man den scheinbaren Startpunkt der Sternschnuppen die auch Meteore genannt werden.
  • Der Beobachtungsstandort soll - wie immer bei astronomischen Beobachtungen - möglichst weit von störenden irdischen Lichtquellen entfernt sein. Eine Beobachtung aus dem Stadtzentrum kann nicht so erfolgreich sein wie eine Beobachtung an einem möglichst abgelegenen Ort. Achten Sie auch darauf, daß ein guter Standort über eine ausgezeichnete Rundumsicht verfügen sollte. Dies ist notwendig, damit Bäume oder Häuser nicht einen Teil des Himmels verdecken und dadurch einige Sternschnuppen nicht gesehen werden können.
  • Um die Beobachtungen möglichst angenehm zu gestalten sollte man sich eines Liegestuhls bedienen. Iin kalten Nächten sind eine Wolldecke oder auch ein Schlafsack kein Luxus, sondern ein erforderliches Hilfsmittel. Eine Kanne mit heißem Tee oder Kaffee und auch etwas zu essen sind in langen Beobachtungsnächten sehr zu empfehlen. Mit Durst und hungrigem Magen macht keine Beobachtung so richtig Spaß.
  • Die Sternschnuppen scheinen alle einem Punkt, dem Radiant, zu entspringen. Man sollte es unbedingt vermeiden, direkt den Radiant zu beobachten, denn die Meteore die in diesem Gebiet auftauchen ziehen immer nur kurze Spuren oder sie sind sogar punktförmig und damit nicht als Meteore zu erkennen. Unser menschliches Auge registriert besonders gut schnelle Bewegungen. Aus diesem Grunde empfiehlt es sich das Beobachtungsgebiet etwa 30° vom Radiant entfernt zu wählen.