Die Sonne im Februar

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Sonnenbild (c) NASA

Ephemeriden

 

16.2. - 5:00 Uhr
Sonne tritt in das Sternbild Wassermann

18.2. - 15:00 Uhr
Sonne tritt in das Tierkreiszeichen Fische

 













Grafikem: Kosmos Himmelsjahr de Luxe
Quellenangabe: Kosmos Himmelsjahr de Luxe

 

Die Jahreszeiten

Die Erde umkreist die Sonne in einem Abstand von ungefähr 15..000.000 Kilometern. Dabei ist ihre Umlaufbahn fast kreisförmig. Durch die Neigung der Erdachse kommen die Jahreszeiten auf der Erde zustande. Die Erdachse zeigt, wie man in den unteren Bildern schön erkennen kann, immer in dieselbe Richtung. Im Frühling (Bild oben links) und im Herbst (Bild unten links) steht die Erdachse senkrecht zur Verbindungslinie Erde - Sonne. Beide Erdhalbkugeln erhalten deshalb die gleiche Menge an Sonnenlicht. Im Sommer auf der Nordhalbkugel (Bild oben rechts) ist die nördliche Halbkugel der Erde zur Sonne geneigt. Deshalb sind die Tage lang und die Sonne steht sehr steil am Himmel. Auf der Südhalbkugel verhält es sich dann aber genau umgekehrt. In unserem Winter (Bild unten rechts) ist die Nordhalbkugel von der Sonne weg geneigt. Die Tage sind dann bei uns bekanntermaßen kurz und die Sonne steht sehr tief am Horizont. Deshalb ist diese Jahreszeit kalt. Auf der Südhalbkugel sind die Verhältnisse wiederum genau umgekehrt.
 

Jahreszeiten: Frühling Stand der Erde am 21. März jeden Jahres

 

Jahreszeiten: Sommer Stand der Erde am 21. Juni jeden Jahres

 

Jahreszeiten: Herbst Stand der Erde am 21. September jeden Jahres

Jahreszeiten: Winter Stand der Sonne am 21. Dezember jeden Jahres


Die Grafiken wurden mit Hilfe des Programms Redshift angefertigt - (c) Toni Mayer

 

Die Sonnenfinsternis

Eine Sonnenfinsternis kann nur bei oder nahe bei Neumond auftreten. Obwohl der Mond viel näher steht als die Sonne, sind ihre scheinbaren Durchmesser, von der Erde aus betrachtet, von etwa einem halben Grad etwa gleich groß. Diese Übereinstimmung ermöglicht eine totale Sonnenfinsternis, die maximal 7 1/2 Minuten dauert. Aufgrund der elliptischen Mond- und Erdumlaufbahnen kommt es jedoch zu kleineren Variationen in der scheinbaren Größe der Sonne und des Mondes. Das Durchmesserverhältnis von Mond und Sonne wird als die Magnitudo der Sonnenfinsternis beschrieben. Findet eine potentiell totale Sonnenfinsternis statt, bei der der Monddurchmesser jedoch kleiner erscheint als der der Sonne, so bleibt ein Ring der Sonnenscheibe sichtbar, falls die Zentren der beiden Körper ausgerichtet sind. Eine solche Sonnenfinsternis nennt man ringförmige Sonnenfinsternis. Der Mondschatten auf der Erde ist nur wenige hundert Kilometer breit. Er wandert auf einer Kurve über die Erde - sie bezeichnet die Gebiete, von denen aus die totale Sonnenfinsternis beobachtet werden kann. In einem zu beiden Seiten dieser Spur der Totalität liegenden, größeren Abschnitt läßt sich eine partielle Sonnenfinsternis beobachten. Partielle Sonnenfinsternisse können auch vorkommen, ohne daß auf der Erde eine totale Finsternis sichtbar ist. Während der kurzen Momente einer totalen Sonnenfinsternis wird es dunkel und die äußeren Bereiche der Sonne, die Chromosphäre und die Korona, deren Licht normalerweise von der hellen Photosphäre überstrahlt wird, sind dann sichtbar.

Stand Sonne, Mond, Erde bei einer Sonnenfinsternis
(c) Redshift

Planeten-Transit

Vergleichbar mit dem Mondschatten, der während einer Sonnenfinsternis über die Erdoberfläche zieht, können auch Planeten die Sonne bedecken, wenn Sie genau zwischen uns und der Sonne vorbeikommen. Diese Ereignisse werden Transit genannt.

Sonnenbeobachtung

Die Beobachtung der Sonne ist das einzige wirklich gefährliche in der Astronomie. Ohne spezielle Sonnenfilter oder Sonnenfolien für die visuelle Sonnenbeobachtung wird das andauernde in die Sonne sehen ihr Auge unweigerlich schädigen. Auch ein noch so kurzer Blick durch ein Fernglas oder Teleskop ohne spezielle Filterfolie oder Filter macht Sie sofort und augenblicklich blind. Zur Beobachtung der Sonne von blossem Auge müssen sie eine ausdrücklich dafür zugelassene Finsternisbrille verwenden. Eine Finsternisbrille ist kein ausreichender Schutz, um die Sonne durch ein Fernglas oder Fernrohr zu beobachten. Verzichten Sie unbedingt auf eine eigene Beobachtung der Sonne, wenn Ihnen keine vom Hersteller für die Sonnenbeobachtung freigegebenen Hilfsmittel zur Verfügung stehen. Entsprechend geschützt können Sie hier und da schon mit dem unbewaffneten Auge und einer Finsternisbrille einen Sonnenfleck auf der Sonnenoberfläche als kleinen schwarzen Punkt erkennen. Manchmal sind diese auch zu Gruppen zusammengefasst zu erkennen. Ein für die Sonnenbeobachtung ausgerüstetes Teleskop zeigt auch Details in den Sonnenflecken. Mit qualitativ wirklich guten Sonnenfiltern oder Sonnenfolien kann man auch die Granulation, das Brodeln auf der Sonnenoberfläche, mit größeren Teleskopen sehen.