Neptun hat insgesamt 13 bis Anfang 05 bekannte Monde. Ich stelle Ihnen davon die zwei wichtigsten  in einer kleinen Auswahl vor.

 

Triton ist der größte Mond des Neptun. Er wurde 1846 von William Lassell nur 17 Tage nach der Entdeckung des Neptun gefunden. Er umrundet den Planeten alle 5,9 Tage auf einer retrograden Bahn, die um 23° gegen die Äquatorebene des Planeten geneigt ist. Diese ungewöhnliche Bahn gab Anlaß zu Spekulationen, Triton sei von Neptun eingefangen und nicht zusammen mit ihm entstanden. Die Voyager-2-Begegnung mit dem Neptun-System am 25. August 1989, bei der sich die Sonde Triton bis auf 4000 Kilometer näherte, erbrachte eine Vielzahl von Details. Tritons Durchmesser beträgt nur 2.700 Kilometer; somit ist er kleiner, als vorher vermutet wurde. Die Wirkung seiner Gravitation auf die Flugbahn der Raumsonde deutet darauf hin, daß seine helle, eisige äußere Kruste und der Mantel einen festen, felsigen und möglicherweise metallischen Kern umgibt, der gut zwei Drittel der Masse des Mondes Triton enthält. Die Oberflächentemperatur beträgt lediglich 38 Kelvin, womit Triton das kälteste bekannte Objekt im Planetensystem ist. Seine Größe, Struktur und seine weitere Eigenschaften lassen vermuten, daß der Mond dem Planeten Pluto sehr ähnlich sein könnte. Triton ist von einer dünnen Stickstoff-Atmosphäre umgeben, die Spuren von Methan enthält; der Oberflächendruck beträgt 15 Mikrobar. Die Südpolarkappe ist mit hellem Frost überzogen, möglicherweise Stickstoffeis, das allmählich sublimiert. Aufgrund der Umlaufdaten von Neptun und Triton ist diese Region zum Zeitpunkt der Beobachtung durch die Sonde bereits über 100 Jahre ununterbrochen dem Sonnenlicht ausgesetzt gewesen. Es wurden keine Einschlagkrater in diesem Gebiet gefunden. Die Äquatorregion zeigt eine Reihe unterschiedlicher Gebiete, die eine komplexe vulkanische Tätigkeit vermuten lassen, bis hin zu Wolken-Ausbrüchen. Tritons Oberfläche ist im astronomischen Maßstab als sehr jung anzusehen.

Ein hoch aufgelöstes Farbmosaik von Triton. Triton ist neben Erde und Titan das einzige Objekt im Sonnensystem mit einer stickstoffreichen Atmosphäre. Triton hat zudem die kälteste bekannte Oberfläche im Sonnensystem (-235°C) - der meiste Stickstoff ist somit ausgefroren. Die rötlichen Ablagerungen am Pol scheinen Methaneis zu enthalten, das mit Sonnenlicht reagiert hat. Die darüber liegenden dunklen Streifen sind vermutlich eisige Staubablagerungen großer Geysirartiger Ausbrüche, die auf dem Mond aktiv sind.

Nereide ist der kleine, äußerste Mond Neptuns, der von Gerard Kuiper im Jahre 1949 entdeckt wurde. Voyager 2 erstellte die beste Aufnahme aus einer Entfernung von 4,7 Millionen Kilometern. Damit war sie zu weit entfernt, um Oberflächendetails ausmachen zu können. Zumindest aber konnte der Durchmesser zu 170 Kilometer genau bestimmt werden.

Nereide ist 1949 entdeckt worden. Bis zur Voyager 2-Mission waren nur die Bahndaten und die Helligkeit des Mondes bekannt. Das Voyager-Bild mit einer Auflösung von 43 km pro Bildelement zeigt die Größe und das Relexionsvermögen des Mondes. Nereide hat etwa 170 km Durchmesser und reflektiert 12% des einfallenden Sonnenlichts.

Bilder (c) NASA
Quellenangabe: Astronomie-Lexikon Redshift