Der Planet Uranus hat insgesamt 27 Anfang 05 bekannte Monde. Ich stelle Ihnen davon  fünf  wichtige in einer kleinen Auswahl vor.

 

Titania
, der größte Mond des Uranus, 1787 von William Herschel entdeckt. Aufnahmen von Voyager 2 zeigten 1986 eine mit Kratern übersäte Oberfläche, obwohl es auch Gebiete mit geringerer Kraterdichte gibt. Dies deutet darauf hin, daß es in der Vergangenheit oberflächenverändernde Aktivitäten gegeben haben könnte. Die Oberfläche ist von Tälern und Brüchen zerfurcht, von denen einige große Krater durchschneiden.

Diese Gesamtansicht von Titania hat eine Auflösung von 9 km. Es sind viele kreisförmige Senken zu erkennen, die vermutlich mit Einschlagskratern zusammenhängen. Andere helle Bereiche zeigen Strahlen und sind vermutlich sehr junge Einschlagsstrukturen. Die geraden Tröge sind gehen möglicherweise auf tektonische Aktivität zurück.

OberonOberon ist einer der großen Uranusmonde, von William Herschel im Jahre 1787 entdeckt. Seine Oberfläche ist mit Kratern übersät, von denen viele von hellen Strahlen und Flächen mit Auswurfmaterial umgeben sind. Einige weisen im Innern sehr dunkles Material auf.

Ein Farbkomposit des äußersten Uranusmondes Oberon. Die Auflösung liegt bei etwa 12 km. Man erkennt viele Einschlagskrater auf der eisigen Oberfläche, die von hellen Strahlen umgeben sind. Der Krater in der Mitte von Oberon hat einen hellen Zentralberg und einen teilweise von dunklem Material bedeckten Boden. Vermutlich ist das eisiges, kohlenstoffhaltiges Material, das nach der Entstehung des Kraters dorthin gelangt ist. Unten links am Mondrand ist eine auffällige Bergspitze zu sehen, die 6 km über die umgebende Oberfläche aufragt.

 

Umbriel, ein Mond des Uranus, 1851 von W. Lassell entdeckt. 1986 aufgenommene Bilder der Sonde Voyager 2 zeigen, daß Umbriel viel dunkler ist als die anderen vier großen Monde. Es scheint, als sei die Oberfläche erst vor in astronomischen Maßstäben relativ kurzer Zeit mit dunklem Material bedeckt worden. Er ist von Kratern übersät, wobei einer davon mit 110 Kilometern Durchmesser in auffälligem Kontrast zum restlichen Teil der Oberfläche sehr hell erscheint.

Ein Blick von Voyager 2 auf die Südhalbkugel von Umbriel - die Auflösung liegt bei etwa 10 km. Umbriel ist der dunkelste Monde im Uranussystem und reflektiert nur 16% des einfallenden Sonnenlichts. Umbriel hat ebenfalls die wenigste geologische Aktivität aller Uranusmonde. Die auffallendste Struktur auf diesem Bild ist der helle Ring oben. Er hat etwa 140 km Durchmesser und liegt nahe dem Äquator. Die Ursache ist unklar, aber es könnte sich um Reif an einem Einschlagskrater handeln.

Miranda, der bis zum Vorbeiflug von Voyager 2 im Jahr 1986 kleinste, bekannte Uranusmond. Er wurde 1948 von Gerard Kuiper entdeckt. Die Raumsonde passierte Miranda in einem Abstand von 3000 Kilometern und funkte dabei eine Reihe von Aufnahmen zur Erde Obwohl er einen Durchmesser von lediglich 470 Kilometern besitzt, weist seine Oberfläche doch sehr verschiedene Geländearten auf. Neben stark mit Kratern übersäten Gebieten, wie man sie auch auf anderen Monden oder Planeten findet, gibt es ausgedehnte Brüche und Bergkämme. Es ist unwahrscheinlich, daß eine solch abwechslungsreiche Landschaft durch geologische Aktivität zustandegekommen sein kann. Manche Forscher vermuten, daß Miranda bei einem Zusammenstoß mit einem großen Körper in mehrere Teile zerbrach und sich durch die eigene Schwerkraft wieder zusammenzog.

Die beste Voyager 2-Aufnahme von Miranda zeigt die Südhalbkugel des Mondes und zwei unterschiedliche Geländetypen. Das stark verkraterte Gelände ist sehr alt. Das sehr komplexe jüngere Gelände enthält helle und dunkle Bänder, Einschläge und Bergketten.



Ariel, einer der größeren Monde des Uranus, der 1851 von W. Lassell entdeckt wurde. Auf Bildern der Voyager-2-Mission aus dem Jahr 1986 erscheint seine Oberfläche stark von Kratern, Grabenverwerfungen und Tälern zerfurcht. Sein Erscheinungsbild legt nahe, dass es in der Vergangenheit beträchtliche geologische Aktivitäten gab. Der komplexe Anblick seiner Oberfläche läßt vermuten, daß eine Reihe von geologischen Prozessen stattgefunden haben. Die vielen Krater zeigen, daß der Mond einem langen Bombardement ausgesetzt war. Zudem sind lange gerade Rillen, Spuren tektonischer Aktivität, und glattere Bereiche sichtbar, in denen mit der Zeit Material abgelagert wurde.

Ein Mosaik aus vier Aufnahmen zeigt die meisten Details auf Ariel. Der Mond hat etwa 1.300 km Durchmesser. Ein Großteil der Oberfläche ist von kleinen Kratern mit 5 bis 10 km Durchmesser übersät. Es gibt Täler und Steilhänge. Das größte Grabensystem ist ebenso wie das glatte Gelände in der Mitte teilweise mit jüngerem Material aufgefüllt worden.

Bilder (c) NASA
Quellenangabe: Astronomie-Lexikon Redshift