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Beschreibung:
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Meine Chancen den Kometen Lulin am 24.2., dem Zeitpunkt seiner größten Annäherung an die Erde, zu sehen sind wahrlich nicht gut. Der Himmel ist wolkenverhangen und es ist ziemlich feucht. Daher baue ich auch mein Teleskop gar nicht erst auf. Aber ich gebe die Hoffnung noch nicht auf und so sehe ich von Zeit zu Zeit nach, ob sich an der tristen Situation was geändert hat. Gegen 1:30 Uhr MEZ am 25.2. scheint es aufzuklaren. Es ist auch nicht mehr so feucht. Das Teleskop kann ich nun nicht mehr aufbauen, es würde zu lange dauern, bis es so weit abgekühlt wäre, daß sich eine Teleskopbeobachtung wirklich lohnen würde. Das Wetter wird immer besser. Gegen 2:30 Uhr MEZ ist es dann so weit. Der Himmel ist in Richtung Süden klar, das Sternbild Löwe liegt frei und so kann ich meine Fernglasbeobachtung beginnen. Im Nikon sehe ich einen nebligen Fleck mit einem hellen Mittelpunkt. Der Fleck erscheint nicht rund, sondern gestreckt. Das Zeiss bringt da schon etwas mehr an Details. Ich erkenne einen hellen Kern, der von einem gestreckten Halo umgeben ist. Der Schweif ist nur ansatzweise bei indirektem Sehen zu erahnen. Aber ich bin mir nicht wirklich sicher, ob das der Kometenschweif ist oder eine durch den Dunst verursachte optische Täuschung. Vom Gegenschweif ist gar nichts wahr zunehmen. Die Koma schätze ich auf etwa 25’. Auf jeden Fall hat sich wieder einmal heraus gestellt, daß die 6 mm mehr Durchmesser und die höhere Vergrößerung des Zeiss gegenüber dem Nikon eine wesentlich bessere Beobachtung ermöglichen. Schade, ich hätte wohl doch mal besser meinen Dobson am Abend aufgebaut, aber mit einer Wetterbesserung war eigentlich nicht zu rechnen. Ich habe mir fest vorgenommen, in den nächsten Nächten meinen 10-Zöller auf jeden Fall aufgebaut bereit zu halten. Sollte eine Beobachtung möglich werden, berichte ich an dieser Stelle weiter.
Die Nacht vom 28.2. auf den 1.3.: Bin gegen 21:00 Uhr nach Hause gekommen. Himmel hat teilweise Wolkenlücken. Also schnell den Dobson nach draußen gebracht, aufgebaut, justiert und Lüftung in Betrieb gesetzt. Sternbild Leo ist hinter Wolken verborgen. Weiter westlich ist es klar. Das Warten beginnt. Erst nach gut 2 Stunden reißt der Himmel in südlicher Richtung auf und Leo zeigt sich. Lulin ist sehr gut im Sucher zu sehen. 32 mm Plössl rein. Lulin zeigt sich mit einem hellen Mittelpunkt und einer gestreckten Koma. Schweif und Gegenschweif sind nicht eindeutig zu erkennen. Im 25 mm Plössl ist der Kernbereich heller dargestellt, die Koma besser zu erkennen. Schweif: Fehlanzeige. Aber ich bin ja auch erst kurz draußen. Augen noch nicht vollständig dunkeladaptiert. Im 18 mm Radian ist das Bild im Okular noch mal besser, hat wesentlich mehr Kontrast. Die Koma ist besser zu beurteilen und nun sehe ich auch ansatzweise so was wie einen Schweif. Aber keinen Gegenschweif. Das 15 mm Plössl Okular bringt keine Verbesserung mehr. Es zeigt im Gegenteil weniger Kontrast als das 18 mm Radian. Also wieder das 18’er Radian eingesteckt und weiter beobachtet. Es wir immer diesiger und feuchter und so bleibt es ein Geheimnis des Himmels, wo der Schweif von Lulin genau aufhört und ab welcher Position er einfach nur vom Dunst überlagert wird. Die Komagröße schätze ich auf etwa 15’ bis 20‘. Und das, was ich als Schweif zu erkennen glaube, hat eine Länge von etwa 0,7°. Trotz der widrigen Wetterumstände war es sehr schön, daß ich den Kometen Lulin auch mal im Dobson beobachten konnte.
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