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Komet C/2009 P1 Garradd - heller Komet für fast ein Jahr

Aufsuchkarte für Komet C/2009 P1 Garradd (01.08.2011 bis 01.06.2012)
Lichtkurve für Komet C/2009 P1 Garradd (für 90 Tage vor und nach dem 23.12.2011)
Ephemeride mit Angabe der optimalen Beobachtungszeit für Komet C/2009 P1 Garradd (01.08.2011 bis 20.05.2012)
Orbitdiagramme:   1.8.11   -   1.9.11   -   1.10.11   -   1.11.11   -   1.12.11   -   1.1.12   -   1.2.12   -   1.3.12   -   1.4.12   -   1.5.12
Die Grafiken und das PDF-Dokument der Ephemeride wurden mit SAW (Stargazer’s Almanac for Windows) angefertigt, die Aufsuchkarte mit The Sky 5 D

Der Komet Komet C/2009 P1 Garradd wird fast ein ganzes Jahr lang beobachtbar sein. Der Hobbyastronom Andreas Schnabel hat sich die Mühe gemacht, alles wichtige zu diesem Kometen zusammenzutragen und im Internet zur Verfügung zu stellen. Somit kann ich auf eine eigene Beschreibung des Kometen verzichten und statt dessen auf diese Internetseite verweisen. Sie sollten sich auch das von ihm zusammengestellte Informationsblatt mit dem umfangreichen Sternkartenmaterial zum Auffinden des Kometen C/2009 P1 Garradd  herunterladen. Dann haben Sie alle Infos ausgedruckt zur Hand, wenn Sie den Kometen selbst beobachten möchten. Auch auf der Internetseite von Michael Hahn finden sich Infos zu diesem Kometen. Die Internetseite von Astrocorner berichtet ebenfalls über den Kometen C/2009 P1 Garradd. Weitere Informationsangebote finden sich hier und hier.

 

Kometen selbst beobachten

Grundsätzlich kann man an jeden Tag Kometen beobachten, wenn man dafür ein ausgesprochen lichtstarkes Teleskop mit großem Hauptspiegel benutzt. Durchschnittlich erscheint ein- bis zweimal im Jahr ein lichtstärkerer Komet, der bereits mit einem geeigneten Fernglas beobachtet werden kann. Aber auf Kometen, die am dunklen Landhimmel ohne optische Hilfsmittel zu sehen sind - die also  mindestens eine scheinbare Helligkeit von etwa 5,0 mag erreichen - muß man schon um die 6 Jahre warten. Als Jahrhundert-Ereignis kann man das Auftauchen eines so gewaltigen Kometen, wie es Hale-Bopp im Jahre 1997 war, bezeichnen. Es ist keine besondere Kunst, einen bereits entdeckten Kometen am Himmel zu finden. Wichtig ist, das die benutzte Optik hell genug ist. Die notwendige Aufsuchkarte kann man sich mit einem der vielen Planetariumsprogramme leicht selbst anfertigen und ausdrucken. Wichtig ist aber, daß das Planetarium den Import der neuesten Bahndaten ermöglicht. Für die Kometenbeobachtung geeignet sind vor allem lichtstarke Ferngläser mit einer Austrittspupille von 5 bis 6 mm, wie zum Beispiel ein 10 x 50, 12 x 60 oder noch größer. Die Verwendung eines Stativ ist aber unumgänglich. Des weiteren kann auch ein Spiegelteleskop verwendet werden. Hier bieten sich Geräte ab 6’’ mit einer Brennweite um 750 mm und einem 2’’ Okularauszug an. Eingeschränkt geeignet ist auch ein 8’’ oder 10’’ Gerät mit einem Öffnungsverhältnis von etwa f/4 bis f/4,5 mit großem Gesichtsfeld und einem 2’’ Okularauszug. Eingeschränkt, weil ein solches Gerät doch schon eine erhebliche Koma-Erscheinung zeigen kann. Bei einem solchen Teleskop erscheinen helle und sehr helle Sterne am Gesichtsfeldrand mehr oder weniger länglich und nicht mehr rund. Man sieht also ein kleines Schwänzchen. Dadurch kann es vorkommen, daß man einen hellen Stern irrtümlicherweise als Komet einstuft. Dies kann man aber durch die Verwendung eines sogenannten Koma-Korrektor oder speziell berechneter Okulare der obersten Preisklasse lindern oder gar beheben.

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