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Beobachtbare Planetoiden im aktuellen Monat heller als 8 mag scheinbare Helligkei

Der Planetoid Vesta (4) ist im Beobachtungsmonat März ab der beginnenden ersten Nachthälfte die ganze Nacht über bis zum Ende der zweiten Nachthälfte zu beobachten. Da Vesta am 18.02. in Opposition zur Sonne kam erreichte sie eine so hohe scheinbare Helligkeit, daß sie im Fernglas zu sehen war. Auch im März bleibt sie ein Fernglasobjekt, obwohl ihre scheinbare Helligkeit merklich nachläßt. Ich stelle Ihnen an dieser Stelle eine Himmelsansicht für den optimalen Beobachtungszeitpunkt sowie die dazugehörige Aufsuchkarte zur Verfügung. Wenn Sie die täglichen optimalen Beobachtungszeiten und die Ephemeriden sehen möchten, klicken Sie bitte hier.

Allgemeine Informationen erhalten sie auf meiner Informationsseite Planetoiden/Asteroiden/Kleinplaneten

Ephemeriden ausgewählter Planetoiden für den aktuellen Monat

Für die Ephemeriden habe ich alle Planetoiden ausgewählt, die im Jahresverlauf eine scheinbare Helligkeit von mindestens 9,5 mag erreichen und deren scheinbare Helligkeit im Jahresverlauf nicht unter 12,0 mag absinkt. Außerdem müssen die Planetoiden einen Winkelabstand von der Sonne erreichen, der im Jahresverlauf eine Beobachtung des Kleinplaneten zuläßt. Namentlich handelt es sich für das Jahr 2010 um die nachfolgend genannten Planetoiden: 1 Ceres - 2 Pallas - 3 Juno - 4 Vesta - 6 Hebe - 7 Iris - 8 Flora - 12 Victoria - 15 Eunomia - 16 Psyche - 23 Thalia - 29 Amphitrite - 39 Laetitia und 532 Herculina.

Die täglichen Ephemeriden der im Beobachtungsmonat sichtbaren Kleinplaneten aus der o. g. Liste habe ich für Sie mit der Software Stargazer’s Almanac for Windows (SAW) errechnet und als PDF-Dokument eingestellt. Alle Angaben gelten für den Ort Boden, alle Zeiten sind in MEZ oder in MESZ während der Dauer der Sommerzeit angegeben. Bitte achten Sie insbesondere auf die Angaben  TOpt. (optimierte Beobachtungszeit), TOptH. (optimierte Höhe über dem Horizont) und Stb. (Sternbild in dem sich der Kleinplanet befindet). Welches Sternbild sich hinter der Abkürzung verbirgt erfahren Sie auf meiner Seite Sternbilder.

Beobachtungsvoraussetzungen Planetoiden

Um Planetoiden im Teleskop zu sehen, sollten einige wichtige Voraussetzungen erfüllt sein. Erstens sollten die Planetoiden sich am Horizont höher als 10° aufhalten. Darunter sind die horizontnahen Dunstschichten zu störend, um einen Blick auf die Beobachtungsobjekte zu ermöglichen. Als zweites sollte mindestens die nautische Dämmerung gegeben sein. Dies bedeutet, das sich die Sonne mindestens 12° unterhalb des Horizont befinden muß. Und als dritte Voraussetzung sollte sich auch das Mondlicht nicht störend auswirken. Als beste Beobachtungszeit bieten sich daher die Nächte rund um den Neumond für eine erfolgreiche Beobachtung an.

Planetoiden und die Amateurastronomie

Angesichts der großen Anzahl der Objekte ist die IAU (Internationale Astronomische Union) nach wie vor auf die Beobachtungen von Amateurastronomen angewiesen. Allerdings muß erwähnt werden, daß die IAU relativ hohe Ansprüche an die Ausrüstung und die Ausdauer des Beobachters von Planetoiden stellt, um wissenschaftlich auswertbare Daten zu erhalten. Gute Kenntnisse der Himmelsmechanik, ein größeres Teleskop und eine speziell für die Astronomie gebaute CCD-Kamera sowie die Möglichkeit der Auswertung der Beobachtungsdaten am Computer sind unabdingbare Voraussetzung, Wenn diese Voraussetzungen erfüllt sind, können die eigenen Beobachtungen bei der IAU als wertvoller Beitrag anerkannt werden. Ist dies der Fall, so kann nach einer Weile der fleißige Astronom damit belohnt werden, daß ein Planetoid seinen Namen trägt.

Wer selbst einmal nach einem Planetoiden Ausschau halten möchte, der benötigt ein Astronomieprogramm, das sich auf die Produktion sehr genauer Sternkarten spezialisiert hat. Es sollte mindestens die hellsten Planetoiden kennen und in diese auch in die Sternkarten einzeichnen können. Besser wäre es, wenn der Hobbyastronom im Programm irgend einen der vielen Planetoiden auswählen und sich eine Aufsuchkarte anzeigen oder drucken lassen könnte.  Für wirkliche Planetoidenjäger wäre es außerdem erforderlich, daß das Programm die Koordinaten mit den neusten Bahndaten berechnen könnte. Das Astro-Programm müßte sich also die jeweils neuesten Daten aus dem Internet ziehen und integrieren können. Dann müssen nach diesen Daten die Darstellung am Monitor und der Sternkartenausdruck erfolgen.

Alle diese Voraussetzungen erfüllt die Spezial-Astro-Software EasySky, die ein wahrer Spezialist für den Bereich der professionelle Planetoidenbeobachtung und Vermessung ist. Daher möchte ich Ihnen EasySky für diesen Astronomie-Bereich sehr empfehlen. Den Verweis auf die Easy-Sky Homepage finden Sie auf der Linkseite unter der Rubrik Astronomie mit dem PC / Palm, links oben

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