Mondfinsternis 21.02.08

 
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Totale Mondfinsternis vom 21. Februar 2008

In der Nacht des 21. Februar 2008 fand eine totale Mondfinsternis statt. Sie war in ihrer vollen Länge von ganz Europa aus zu beobachten. Zum Maximum der Finsternis, welche um 4:25 Uhr MEZ erfolgte, stand der Mond tief im Kernschatten der Erde. Sichtbar wurde die totale Mondfinsternis erst mit dem Eintritt des Mondes in den Kernschatten der Erde, was um 2:43 Uhr MEZ erfolgte. Der vom Astronom beobachtbare Teil der Mondfinsternis endete mit dem Austritt des Mondes aus dem Kernschatten um 6:08 Uhr MEZ, also etwa 90 Minuten vor dem Monduntergang, der um 7:35 Uhr MEZ erfolgte.

Daten Mondfinsternis 21.02.2008

Verlauf Mondfinsternis 21.02.2008

Grafiken: Das Planetarium 1900-2100

Eigene Beobachtung der totalen Mondfinsternis vom 21. Februar 2008

Das Wetter am Mittwoch dem 20.2.2008 war durchgehend 10/10 bewölkt und regnerisch. Eine Wetterbesserung war auch nach der Lektüre diverser Wettervorhersagen im Internet nicht unbedingt zu erwarten. Teilweise wurde allerdings angekündigt, daß es am späten Abend größere Wolkenlücken geben sollte. Meine Laune war dementsprechend mies und und ich war auch ziemlich verärgert darüber, daß der Wettergott wieder einmal mehr die Beobachtung eines astronomischen Highlights verhindern würde, zumal ja auch die letzte totale Mondfinsternis vom 3. auf den 4. März 2007 größtenteils dem Wettergott zum Opfer fiel.

Gegen 23:30 Uhr schaltete ich noch mal meinen PC an, um mich über den genauen zeitlichen Verlauf der Finsternis zu informieren. Danach trat ich dann mal vor die Haustüre und war doch einigermaßen überrascht. Die Wolken waren verschwunden und die Sterne funkelten am Himmel. Lediglich ein wenig Dunst war auszumachen. Meine Laune war schlagartig besser. Ich bin dann schnell in meine Garage gegangen und habe den 10’’ Dobson rausgeholt, auf der Terrasse aufgebaut und ordentlich justiert. Nun mußte das Teleskop nur noch auskühlen. Beim Blick durch mein Fernglas konnte ich auch den Planeten Saturn links oberhalb des Mondes ausmachen. Danach habe ich mir einen heißen Kaffee gegönnt und ging wieder an den PC. In einer Astronomiegruppe hatte sich der Frust breit gemacht. Viele Kolleginnen und Kollegen berichteten, daß das Wetter keine Beobachtung zulassen würde. Ich schämte mich fast als ich mitteilte, wie gut es in Boden aussah. Gegen 1.00 Uhr dann noch mal raus gegangen, den Blick in den Himmel gerichtet und ungläubig festgestellt, daß sich die Umstände vollständig geändert hatten. Keine Sterne mehr zu sehen. Der Himmel zu 10/10 bedeckt und zu allen Überfluß war auch noch dichter Nebel aufgezogen. Haupt- und Fangspiegel waren total beschlagen. Also habe ich den Dobson abgebaut und wieder zurück in die Garage gebracht. Aber irgendwie habe ich die Hoffnung noch nicht ganz aufgegeben. Um ca. 2:30 Uhr wieder raus ins Freie. Der Himmel zeigte sich jetzt wieder fast wolkenlos und auch der Nebel war nicht mehr da. Leichter Dunst war noch vorhanden. Ich habe dann schnell meinen 8” Hofheim Reisedobson aufgebaut, bei dem der Spiegel relativ schnell auskühlt und den Beginn der sichtbaren Finsternisphase zunächst mit dem Fernglas bei zehnfacher Vergrößerung beobachtet. Später dann den Dobson bei 44-facher Vergrößerung benutzt. Der abgedunkelte Mondteil erschien aschfahl. Die eigentlich typische Rotfärbung war nicht zu sehen. Je mehr sich der Mond aber verdunkelte, desto mehr zeigte der Mond sich in einer recht dunklen rot-braunen Farbe. Ab und zu zogen ein paar Schleierwolken durchs Bild, was auch recht hübsch anzusehen war. Kurz nach 4:00 Uhr MEZ, der Mond war erst sehr kurz ganz verdunkelt, zogen immer mehr Wolken auf und der Dunst wurde immer dichter. Um 4:30 Uhr MEZ war dann endgültig keine Beobachtung mehr möglich, so daß ich den Austritt aus dem Kernschatten schon nicht mehr sehen konnte. Also den Dobson wieder eingepackt und zum Abschluß noch einen schönen warmen Tee getrunken. Schade, daß ich nicht den gesamten Verlauf der Finsternis beobachten konnte - aber angesichts der widrigen Umstände bin ich doch schon sehr zufrieden, den Verlauf bis zur kompletten Bedeckung gesehen zu haben. Die folgenden Grafiken stellen meinen persönlichen Beobachtungseindruck dar. Dazu wurden die mit Redshift gewonnen Grafiken farblich nachbearbeitet.

Mondfinsternis 28.02.2008
Mondfinsternis 28.02.2008
Mondfinsternis 28.02.2008

Grafiken erstellt mit Redshift - Anblick wie mit dem bloßen Auge oder einem Fernglas

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