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Totale Mondfinsternis vom 3./4. März 2007
In der Nacht vom 3. auf auf den 4. März 2007 fand eine totale Mondfinsternis statt. Sie war in ihrer vollen Länge von ganz Europa aus zu beobachten. Zum Höhepunkt der Finsternis, die um 00:21 Uhr MEZ erfolgte, stand der Mond tief im Kernschatten der Erde. Der Mondaufgang erfolgte am 3. über Boden bereits um 17:50 Uhr MEZ. Sichtbar war die totale Mondfinsternis erst mit dem Eintritt des Mondes in den Kernschatten der Erde, der um 22:31 Uhr MEZ erfolgte. Der vom Astronom beobachtbare Teil der Mondfinsternis endete mit dem Austritt des Mondes aus dem Kernschatten um 2:11 Uhr MEZ, also lange vor dem Monduntergang, der am 4. um 7:06 Uhr MEZ erfolgte.
Grafiken: Das Planetarium 1900-2100
Eigene Beobachtung der totalen Mondfinsternis vom 3./4. März 2007
Das Wetter am Samstag dem 3. März 2007 war durchgehend windig und regnerisch. Eine Wetterbesserung war auch nach der Lektüre diverser Wettervorhersagen im Internet nicht zu erwarten. Die geplante gemeinsame Beobachtung auf der Sternwarte wurde daher abgesagt. Meine Laune war dementsprechend mies und und ich war auch ziemlich verärgert darüber, daß der Wettergott wieder einmal mehr die Beobachtung eines astronomischen Highlights verhinderte, zumal ja auch die letzte totale Mondfinsternis vom 28.10.2004 dem Wettergott zum Opfer fiel..
Wenige Minuten vor dem Beginn des Eintritt des Mondes in den Kernschatten der Erde habe ich mich dann doch noch auf die Terrasse gewagt. Und ich traute meinen Augen nicht - ich habe Sterne funkeln sehen und auch der Mond stand gut sichtbar am wolkenlosen Himmel. Meine Laune war schlagartig besser. Schnell in die Garage und den 10’’ Dobson rausgeholt, aufgebaut, justiert und die Lüftung angemacht. Nun mußte das Teleskop nur noch auskühlen. Ich habe dann noch mein Zeiss-Fernglas (10 x 56) auf die Terrasse gebracht und es auf mein Stativ gestellt. Der Himmel war immer noch ohne Wolken, und ich konnte auch den Planeten Saturn sehr schön sehen. Das schien dann doch noch eine schöne Beobachtungsnacht zu werden.
Den Beginn der partiellen Phase habe ich ausschließlich im Fernglas beobachtet, weil der Dobson noch nicht vollständig ausgekühlt war. Ab Mitte der partiellen Phase habe ich dann mit dem Dobson weiterbeobachtet, der nun gut auf die Außentemperatur herunter gekühlt war. Bis etwa 23:30 war der Himmel absolut frei - danach zogen einige Wolken durchs Bild, was aber nicht wirklich störte. Um etwa 00:10 Uhr MEZ war der Himmel dann dicht, so daß ich nur eine kurze Zeit der totalen Phase beobachten konnte. Eigentlich wollte ich dann wieder einpacken - habe es mir dann aber doch anders überlegt. Ich habe mich in meiner Wohnung aufgewärmt, bin aber immer wieder mal nach draußen gegangen um den Himmel zu kontrollieren. Um etwa 00:55 Uhr MEZ lichteten sich die Wolken wieder etwas, so daß ich ab und zu einen freien Blick zum Mond hatte. Gegen 1:05 Uhr MEZ war der Himmel dann wieder fast wolkenlos. Ich konnte also das Verschwinden des Schattens ganz gut beobachten. Gegen 1:40 Uhr wurden die Wolken wieder dichter und verhinderten einen durchgehen Blick auf das Himmelsschauspiel. Aber ab und zu ergaben sich doch wieder Lücken. Im Teleskop war sehr schön zu sehen, daß der Erdschatten nicht scharf begrenzt war sondern sich in schönen Abstufungen auf dem Mond abzeichnete. Die Farbe war bräunlich-rot, aber nicht sehr dunkel. Auch im Schattengebiet waren Einzelheiten der Mondoberfläche gut wahrnehmbar. Gegen 1:45 Uhr MEZ war der Himmel um den Mond herum wieder ganz frei. Das war ein schöner Anblick. Der Mond war am Himmel von Wolken umkreist, aber er selbst stand in einer permanenten Wolkenlücke. Das blieb aber leider nicht so, denn gegen 2:00 Uhr zog sich der Himmel wieder zu, so daß ich das Ende der partiellen Phase nicht mehr sehen konnte.
Eine kleine Animation der Mondfinsternis finden Sie hier Himmelsanblick und Animation erstellt mit Redshift - Anblick wie mit dem bloßen Auge oder einem Fernglas
Daher bin ich in die Küche gegangen und habe mir einen Kaffee gekocht. Den wollte ich mit Ruhe genießen und dann mein Teleskop abbauen. Als ich aber gegen 2:30 Uhr wieder auf die Terrasse kam, war der Himmel zu meiner Freude wieder frei. Das habe ich dann ausgenutzt um noch ein wenig den Saturn zu beobachten. Obwohl es eine ziemlich feuchte Nacht war, hat sich Saturn sehr schön im Okular präsentiert. Vergrößern konnte ich bis 200-fach. Saturn zeigte sich kontrastreich auf dunklen Himmelshintergrund. Die Cassiniteilung war durchgehend dargestellt und auch diverse Einzelheiten der Saturnoberfläche waren schön zu beobachten
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