Sternbilder

 

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Sternbilder helfen bei der Orientierung am Himmel

Sternbilder sind Muster von Sternen die mit Verbindungslinien verknüpft ein ganz bestimmtes Bild am Himmel ergeben. Sie stellen ein unverzichtbares Hilfsmittel für die Hobbyastronomen dar, denn mit deren Hilfe kann man sich am Himmel sehr gut orientieren und die Beobachtungsobjekte am Himmel finden. Solche Sternbilder wurden in früheren Zeiten beispielsweise mit Gestalten und Sagen aus der griechischen Mythologie verknüpft und entstammen damit ausschließlich der menschlichen Phantasie. Die heutigen Sternbilder gehen von den zwölf babylonischen Tierkreiszeichen aus. Ihre Anzahl wurde dann im antiken Griechenland auf 48 erweitert. Zwischen den Jahren 1600 und 1800 wurde die Anzahl der Sternbilder nochmals durch einige Neueinführungen erweitert. Die Internationale Astronomische Union (IAU) hat dann 1922 die endgültige Anzahl auf 88 Sternbilder festgelegt und gleichzeitig ihre Grenzen bestimmt.

In diesem Zusammenhang beschreibe ich hier den sogenannte Tierkreis(gürtel), auch Zodiakus genannt. Der Tierkreis umspannt die Himmelskugel und bezeichnet eine Zone von jeweils 8° Breite beiderseits der Ekliptik, der scheinbaren Sonnenbahn am Himmel. Der Tierkreis ist dabei in 12 Abschnitte zu je 30° Länge eingeteilt. Die einzelnen Abschnitte von 8° x 30° heißen Tierkreiszeichen. Jedem dieser Tierkreiszeichen ist ein Tierkreissternbild zugeordnet, daß dem Tierkreiszeichen seinen Namen gibt. In der Babylonischen Zeit fielen die Tierkreiszeichen und die Tierkreissternbilder noch zusammen, was heute in folge der Präzession (westliche Verlagerung von Frühlings- und Herbstpunkt infolge der kreisförmigen Bewegung der Erdachse) nicht mehr der Fall ist. In den letzten 2.500 Jahren haben sie sich praktisch um ein Tierkreiszeichen entgegen der Reihenfolge der Tierkreiszeichen verschoben. Dadurch liegt der Frühlingspunkt (Widderpunkt) nicht mehr im Sternbild Widder sondern im Sternbild Fische. Die nachfolgend genannten Sternbilder gehören dem Zodiakus an: Widder, Stier, Zwillinge, Krebs, Löwe, Jungfrau, Waage, Skorpion, Schütze, Steinbock, Wassermann und Fische.

Manche Sternbilder sind sehr bekannt und leicht zu erkennen, beispielsweise der Große Bär oder Kassiopeia. Andere Sternbilder sind eher was für die Profis, sie sind lichtschwach und weniger gut bekannt. Natürlich kann man aus unseren Breiten nicht alle 88 Sternbilder beobachten - ein Teil davon liegt nämlich am Südhimmel und bleibt daher bei uns unbeobachtbar. Um diese Sternbilder einmal genießen zu können muß man ziemlich weit in den Süden unserer Erde reisen, beispielsweise nach Namibia. Auf meiner Seite Orientierung habe ich unter anderem auch dargestellt, wie man sich mit bekannten Sternbildern am Himmel orientieren kann. Und die Seite Der Himmel im Jahreslauf zeigt Ihnen, welche Sternbilder am von Ihnen ausgewählten Beobachtungstermin wo am Himmel zu finden sind. Und auf der Seite Asterismus stelle ich Ihnen das Frühlingsdreieck, das Sommerdreieck, das Herbstviereck und das Wintersechseck näher vor. Diese himmlischen Muster, die keine Sternbilder sind, helfen ebenfalls bei der Orientierung am Himmel. Alle Planetariums-Programme können den Himmel mit den Sternbildern darstellen. Nur wenige können aber auch die mythologischen Figuren darstellen. Stellarium, ein sehr schönes Freeware-Planetarium, kann diese Figuren darstellen. Auf meiner Linkseite finden Sie einen Verweis auf Stellarium. Dort können Sie sich das Programm auch herunter laden. Die drei folgenden Darstellungen wurden mit dieser Software angefertigt.

Sternbilder ohne Linien
Sternbilder mit Linien
Sternbilderfiguren

Tabelle der Sternbilder mit zugehörigen Sternkarten

Schwarze Schrift: in Deutschland zu sehen            Abk. in blau: Link zur Sternkarte            Graue Schrift: in Deutschland nicht zu sehen

Name

Abk.

Halbkugel

Sichtbar 

 Achterdeck des Schiffs

Pup

S und N

39° N bis 90° S

 Adler

Aql

N und S

78° N bis 71° S

 Altar

Ara

S

25° N bis 90° S

 Andromeda

And

N

90° N bis 37° S

 Becher

Crt

S

65° N bis 90° S

 Bildhauer

Scl

S

50° N bis 90° S

 Bärenhüter / Rinderhirte

Boo

N

90° N bis 50° S

 Chamäleon

Cha

S

07° N bis 90° S

 Chemischer Ofen

For

S

50° N bis 90° S

 Delphin

Del

N

90° N bis 70° S

 Drache

Dra

N

90° N bis 15° S

 Dreieck

Tri

N

90° N bis 50° S

 Eidechse

Lac

N

90° N bis 40° S

 Einhorn

Mon

N und S

75° N bis 85° S

 Eridanus

Eri

S

32° N bis 89° S

 Fische

Psc

N und S

84° N bis 56° S

 Fliege

Mus

S

10° N bis 90° S

 Fliegender Fisch

Vol

S

14° N bis 90° S

 Fuchs

Vul

N

90° N bis 55° S

 Fuhrmann

Aur

N

90° N bis 34° S

 Füllen

Equ

N

90° N bis 77° S

 Giraffe

Cam

N

90° N bis 37° S

 Grabstichel

Cae

S und N

41° N bis 90° S

 Großer Bär

UMa

N

90° N bis 17° S

 Großer Hund

CMa

S

57° N bis 90° S

 Haar der Berenike

Com

N

90° N bis 56° S

 Hase

Lep

S

60° N bis 90° S

 Herkules

Her

N

90° N bis 39° S

 Indianer

Ind

S

16° N bis 90° S

 Jagdhunde

CVn

N

90° N bis 38° S

 Jungfrau

Vir

S und N

67° N bis 76° S

 Kassiopeia

Cas

N

90° N bis 12° S

 Kepheus

Cep

N

90° N bis 10° S

 Kiel des Schiffs

Car

S

14° N bis 90° S

 Kleine Wasserschlange

Hyi

S und N

08° N bis 90° S

 Kleiner Bär

UMi

N

90° N bis 10° S

 Kleiner Hund

CMi

N

89° N bis 77° S

 Kleiner Löwe

LMi

N

90° N bis 48° S

 Kranich

Gru

S

35° N bis 90° S

 Krebs

Cnc

N

90° N bis 60° S

 Kreuz des Südens

Cru

S

25° N bis 90° S

 Leier

Lyr

N

90° N bis 29° S

 Luchs

Lyn

N

90° N bis 35° S

 Luftpumpe

Ant

S

50° N bis 90° S

Name

Abk.

Halbkugel

Sichtbar 

 Löwe

Leo

N

83° N bis 57° S

 Maler

Pic

S

25° N bis 90° S

 Mikroskop

Mic

S und N

45° N bis 90° S

 Netz

Ret

S

23° N bis 90° S

 Nördliche Krone

CrB

N

90° N bis 50° S

 Oktant

Oct

S

05° N bis 90° S

 Orion

Ori

N und S

85° N bis 75° S

 Paradiesvogel

Aps

S

07° N bis 90° S

 Pegasus

Peg

N

90° N bis 65° S

 Pendeluhr

Hor

S

20° N bis 90° S

 Perseus

Per

N

90° N bis 35° S

 Pfau

Pav

S

15° N bis 90° S

 Pfeil

Sge

N

90° N bis 70° S

 Phönix

Phe

S

32° N bis 90° S

 Rabe

Crv

S

65° N bis 90° S

 Schiffskompass

Pyx

S

53° N bis 90° S

 Schild

Sct

S

74° N bis 64° S

 Schlange

Ser

N und S

74° N bis 64° S

 Schlangenträger

Oph

N und S

80° N bis 80° S

 Schwan

Cyg

N

90° N bis 29° S

 Schwertfisch

Dor

S

20° N bis 90° S

 Schütze

Sgr

S

55° N bis 90° S

 Segel des Schiffs

Vel

S

33° N bis 90° S

 Sextant

Sex

S

78° N bis 83° S

 Skorpion

Sco

S

44° N bis 90° S

 Steinbock

Cap

S

62° N bis 90° S

 Stier

Tau

N

90° N bis 65° S

 Südliche Krone

CrA

S

44° N bis 90° S

 Südlicher Fisch

PsA

S

50° N bis 90° S

 Südliches Dreieck

TrA

S

20° N bis 90° S

 Tafelberg

Men

S

05° N bis 90° S

 Taube

Col

S

41° N bis 90° S

 Teleskop

Tel

S

33° N bis 90° S

 Tukan

Tuc

S

15° N bis 90° S

 Waage

Lib

S

60° N bis 90° S

 Walfisch

Cet

S und N

70° N bis 90° S

 Wassermann

Aqr

N und S

65° N bis 87° S

 Wasserschlange

Hya

S und N

55° N bis 83° S

 Widder

Ari

N

90° N bis 59° S

 Winkelmaß

Nor

S

30° N bis 90° S

 Wolf

Lup

S

35° N bis 90° S

 Zentaur

Cen

S

25° N bis 90° S

 Zirkel

Cir

S

20° N bis 90° S

 Zwillinge

Gem

N

90° N bis 60° S

Sichtbar bezeichnet den Bereich auf der Erde in Breitengraden, von denen aus das entsprechende Sternbild zu beobachten ist
Die Sternkarten sind mit
Eye&Telescope aus dem Oculum-Verlag generiert worden
Galerie der grafischen Sternkarten aller Sternbilder aufrufen
Die Sternkarten dieser Galerie habe ich mit dem Programm PP3 - Celestial Chart Generation von Torsten Bronger angefertigt

Sternbilder helfen beim Finden der Himmelsobjekte

Wie kann man nun aber das Beobachtungsobjekt seiner Wahl am Himmel finden? Das ist nicht all zu schwer und mit ein wenig Übung gut zu bewerkstelligen. Grundvoraussetzung ist, daß man zumindest die Sternbilder am Himmel identifizieren kann, wenn nicht, dann ist das Finden schwierig und wird sehr schnell zu einem Geduldsspiel. Dann braucht man noch einen Sternatlas oder ein Planetariumsprogramm zur Anfertigung der benötigten Sternkarten.  Meine Empfehlung für Einsteiger ist der Atlas für Himmelsbeobachter von Erich Karkoschka aus dem Kosmos-Verlag. Wer die Kosten scheut, kann sich auch einen Atlas aus dem Internet herunterladen. Meine Empfehlung dafür ist Taki’s Sternatlas, der 88.000 Sterne bis 8,5 mag und 2.900 ausgesuchte Deep Sky-Objekten zeigt. Den Link zum Download finden Sie ebenfalls auf meiner Linkseite.  Den Mond und auch die Planeten sucht man in einem Sternatlas vergebens, denn diese Objekte werden nicht in Sternkarten eingezeichnet. Ihre Lage ändert sich dazu viel zu oft und auch zu schnell. Abhilfe schaffen in dieser Beziehung die verschiedenen Astronomischen Jahrbücher oder ein Planetariumsprogramm. Auch auf meiner Homepage finden Sie monatlich aktuelle Beobachtungshinweise am unteren Seitenrand.

Strecken schätzem mit dem Großen Waagen und der FaustWenn man sich dann sein Himmelsobjekt herausgesucht hat, geht es an die praktische Arbeit. Dazu sollte man unbedingt eine Vorstellung von den Größenverhältnissen am Himmel haben. Um diese einzuschätzen kann man den Großen Waagen in Verbindung mit der eigenen Faust benutzen, wie in der nebenstehenden Grafik  zu erkennen ist. Um nun zu wissen, wohin man mit seinem Teleskop zielt, benötigt man noch einen genau parallel zum Teleskop justierten Sucher der nicht zu klein sein sollte und den Himmelsausschnitt mit einem möglichst großen Gesichtsfeld darstellen soll. Dann geht es am besten mit der Starhopping-Methode weiter, also dem Hüpfen von Stern zu Stern bis zum ausgewählten Beobachtungsobjekt, Dazu sucht man sich in der benutzten Sternkarte eine auffallende Sternenkonstellation heraus, die beispielsweise aus Sternketten, Dreiecken oder anderen geometrischen Figuren besteht. Diese Konstellation dient der eindeutigen Identifikation des gebrauchten Stern im Sucherbild. Diesen Schritt wiederholt man dann so oft, bis das Objekt der Begierde im Sucher zu sehen ist. Dann ist das Himmelsobjekt auch im Okular zu erkennen und man kann mit der Beobachtung beginnen. Eine andere Methode ist die Nutzung einer anderen Sucherart. Dabei handelt es sich um den Leuchtpunktsucher oder ein Telrad.  Beide Instrumente vergrößern nicht. Sie, projizieren lediglich einen Leuchtpunkt, beim Telrad drei Teilkreise, an den Himmel, Bei der praktischen Anwendung sieht man mit einem Auge durch den benutzen Sucher und mit dem anderen Auge blickt man ganz normal in den Himmel. Wenn der Sucher ordentlich justiert ist, zeigt der rote Leuchtpunkt oder die ebenfalls roten Teilkreise des Telrad genau auf den Punkt am Himmel, den man im Okular sehen wird. Im Okularauszug sollte bei dieser Methode und fehlendem optischen Sucher ein Okular stecken, das ein möglichst großes Gesichtsfeld darstellt um eventuell notwendige Korrekturen der Teleskopausrichtung zu ermöglichen. Für diese Korrektur muß man das Beobachtungsobjekt natürlich vorher im verwendeten Okular ausmachen können. Je größer nun aber das wahre Gesichtsfeld ist, desto größer die ist die Chance das Objekt auch im Okular sehen zu können.

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