Venustransit

 

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Venus vor Sonne gegen Ende des TransitVenustransit
Venus vor der Sonne, gegen Ende des Transit


Präsentation Venustransit - in Lightbox-Technologie

Die Bilder der Präsentation Venustransit E1 bis E7 stammen von mir. Die Presseberichte HAZ1 und HAZ2 von der Hannoversche Allgemeine Zeitung vom 09.06.2004, veröffentlicht mit freundlicher Genehmigung der HAZ. Die Fotos VSW1 bis VSW7 wurden mir freundlicherweise von der Volkssternwarte Hannover zur Verfügung gestellt. Die Animation im Licht des Wasserstoff wurde vom Vorsitzenden der Volkssternwarte, Herrn Mathias Levens, hergestellt und die Animation im Weißlicht von Herrn Michael Theusner, Mitglied der Volkssternwarte Hannover.

Ich habe den Venustransit auf der Volkssternwarte Geschwister Herschel in Hannover mit meinem Fernglas (Zeiss 10x56) beobachtet. Außer meinem Zeiss hatte ich kein weiteres Instrument mitgenommen, weil ich wusste, daß auf der Sternwarte genug Teleskope vorhanden sein würden.

Der gesamte Transitverlauf war im Fernglas - natürlich bestückt mit der Baader Sonnenschutzfolie - sehr schön zu beobachten. Ein Vorteil des Fernglas ist ja das beidseitige Betrachten des Geschehens. Dies erwies sich als sehr vorteilhaft. Die Sonne war als richtiger "Ball" zu sehen. Ein phantastischer Anblick.

Um 7:10 hatte ich das Zeiss mit dem selbstgebastelten Halter auf dem Photostativ befestigt. Dann wurde auf die Sonne ausgerichtet. Das Bild, das sich mir bot, war sehr plastisch, kontrastreich und absolut scharfzeichnend ohne irgendwelche Farbfehler! Zu sehen waren zentral zwei kleine Sonnenflecken und einige Protuberanzen, zu erkennen als kleine helle Streifen auf der Sonnenoberfläche.

Um 7:22 ging es dann los. Die Venus rückte ins Bild. Sie war wesentlich größer, als ich es erwartet hatte. Ein toller Anblick. Die tiefschwarze Venus vor der gleißend hellen Sonne nach rechts vom linken Sonnenrand kommend dahinziehend. Immer gößer werdend zog die Venus dann weiter vor die Sonne, bis sie sich vom linken Sonnenrand vollständig gelöst hatte. Ich glaube, daß ich sogar den "Tropfen" erkennen konnte. Einige Mitbeobachter, die ebenfalls zwischen 10- und 20fach vergrößerten, bestätigten dies zumindest. Das erste Higlight war vorüber - die Venus zog ihre Bahn von links nach rechts.

Während dieser Zeit habe ich die beiden Teleskope in der Kuppel aufgesucht. In einem Instrument war die Sonne im Licht des Wasserstoff, was durch einen H-Alpha Filter ermöglicht wurde, zu sehen. Durch dieses Fernrohr sah man die Sonnenoberfläche als brodelnde, tiefrote und zähflüssige Masse. So etwas hatte ich bis dahin noch nicht erlebt. Dieses Bild, das jedem die gewaltige Energie der Sonne vor Augen führt, werde ich wohl niemals vergessen. Im Anschluss habe ich mal mit diesem und mal mit jenem Instrument der anderen Astronomen beobachtet. Ein Kollege projizierte die Sonne auf eine weiße Metallplatte. Dies hatte den Vorteil, daß gleichzeitig sehr viele Besucher das Bild bestaunen konnten.

Der Vorsitzende der Volkssternwarte Geschwister Herschel, Herr Mathias Levens hatte eine Webcam an seinem Teleskop angeschlossen und stellte den Transit im Weißlicht mit seinem Laptop dar. Von den Fotos am Teleskop in der Kuppel (das mit dem H-Alpha-Filter) steht eine Animation zur Verfügung. Eine zweite Animation des Transits im Weisslicht hat Herr Michael Theusner, er ist Mitglied der Volkssternwarte Hannover, hergestellt.

Gegen 13:00 Uhr begann dann die letzte Phase des Transit. Diese Phase beobachtete ich wieder mit meinem Fernglas. Das Zeiss bestach wieder durch sein einmalig plastisches, kontrastreiches und sehr scharfes Bild. Die Venus näherte sich dem rechten Sonnenrand. Die Tropfenbildung war wieder zu erkennen, aber die letzten neunzig Sekunden konnten wir alle nicht mehr beobachten, weil der Wettergott ausgerechnet zu diesem Zeitpunkt eine langes Wolkenband vor die Sonne geschoben hatte.

Es war ein sehr schönes Erlebnis, diesen Venustransit mit den eigenen Augen live gesehen zu haben. Dieses Erlebnis werde ich wohl so schnell nicht vergessen können.

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