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GMT (Greenwich Mean Time / Greenwich-Zeit)

Die Greenwich-Zeit ist die mittlere Sonnenzeit für den Ortsmeridian von Greenwich. Auf der Internationalen Meridian-Konferenz von 1884 wurde der Meridian, der durch das Zentrum des Transitinstrument der Sternwarte von Greenwich verläuft, als geographische Länge 0° definiert und als Nullmeridian bezeichnet. Auf derselben Konferenz wurde als fundamentale Zeiteinheit ein mittlerer Sonnentag als Welttag bestimmt. Er beginnt für alle Orte der Erde mit der mittleren Mitternacht des Ortsmeridians von Greenwich und fällt zusammen mit dem Beginn des bürgerlichen Tages und Datums für diesen Meridian. Gezählt wird von 0 bis 24 Stunden. Damit entsprach die Sekunde damals dem 86.400sten Teil des mittleren Sonnentages. Diese Definition der Sekunde als Zeiteinheit galt bis 1956. In den darauf folgenden 40 Jahren wurde das ebenso beschlossene Zeitzonensystem nach und nach in allen Ländern für die bürgerliche Zeitrechnung eingeführt. Die Standardzeit für jede Zone unterscheidet sich von der Greenwich-Zeit um eine ganzzahlige Anzahl von Stunden. Von der Internationalen Astronomischen Union (IAU) wurde 1928 für wissenschaftliche Zwecke der Begriff Weltzeit (Universal Time) anstelle des Begriffs Greenwich-Zeit empfohlen. Da die heute geltende fundamentale Zeitskala auf einer Atomzeitskala beruht, gilt diese Gleichsetzung heute nicht mehr.

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UT (Universal Time / Weltzeit)

Die Einführung der Weltzeit wurde für wissenschaftliche Zwecke von der Internationalen Astronomischen Union (IAU) anstelle der Greenwich-Zeit (siehe oben) vorgeschlagen. Mit Quarzuhren gelang es in den Jahren 1934/925 der Physikalisch-Technischen Reichsanstalt erstmals, jahreszeitlich-periodische Schwankungen der astronomischen Tageslänge nachzuweisen. Nach 1945 wurden diese Schwankungen der Tageslänge von anderen Instituten bestätigt. 1956 wurde deshalb international die Unterscheidung UT0, UT1 und UT2 eingeführt. Dabei bezieht sich UT0 auf die örtlich gemessene unkorrigierte Weltzeit. UT1 ist die wegen der Polbewegung korrigierte Weltzeit. UT2 ist zusaätzlich auf Grund der erfahrungsgemäßen Rotationsschwankungen korrigiert. Die Weltzeit UT1, die dem Drehwinkel der Erde entspricht, weicht dabei von UT2 bis zu +/- 30 ms ab. UT2 stellt gewissermaßen eine gemittelte mittlere Sonnenzeit  dar und ist die gleichmäßigste Zeitskala, die sich aus der Erdrotation ableiten läßt. Ihr Anwendungsbereich ist heute sehr begrenzt. Die heutige Definition für die Weltzeit beruht auf der internationalen Atomzeit. Zur Unterscheidung wir sie als koordinierte Weltzeit (UTC) bezeichnet.

UTC (Coordinated Universal Time / Koordinierte Weltzeit)

In der heutigen Zeit wird die Weltzeit durch die Verwendung der internationalen Atomzeit definiert und als Koordinierte Weltzeit (UTC) bezeichnet. UTC ist eine Zeitskala mit Schaltsekunden, die notwendig sind, um das Auseinanderdriften der Atomzeit und der dem Drehwinkel der Erde proportionalen Zeit (UT1) zu verhindern. Eine Schaltsekunde wird am Ende eines UTC-Monats eingefügt. Dies geschieht in der Regel Ende Juni oder Ende Dezember. Voraussetzung für das Einfügen einer solchen Schaltsekunde ist eine größer als 0,9 Sekunden bestehende Differenz zwischen UTC und UT1. Die Koordinierte Weltzeit wird heute praktisch weltweit eingesetzt. Auch bei der Bildung der Zonenzeiten hat UTC die ehemalige Weltzeit (Greenwich-Time / GMT) vollständig verdrängt.

TAI (Temps Atomic Time / Internationale Atom Zeit)

Die Internationale Atomzeit (TAI) ist eine Zeitkoordinate, die vom Internationalen Büro für die Zeit (Bureau International de I’Heure / BIH) dargestellt wird. Grundlage dieser Darstellung sind die Anzeigen von etwa 250 Atomuhren in etwa 50 weltweit verteilten Zeit-Instituten. Diese Atomuhren arbeiten entsprechend der Definition der Sekunde als der Zeiteinheit, die im Regelwerk SI (Système International d’Unités übersetzt: Internationales Einheitensystem) festgelegt worden ist. Sie wurde vom Comité Consultatif pour la Definition de la Seconde ausgearbeitet und 1971 von der 14. Generalversammlung für Maß und Gewicht bestätigt. Demnach ist eine Sekunde das 9.192.631.770fache der Periodendauer der dem Übergang zwischen den beiden Hyperfeinstrukturniveaus des Grundzustandes des Nuklids 133 Cs entsprechenden Strahlung. Das BIH in Paris wurde beauftragt, die Internationale Atomzeit herzustellen. Zur Atomzeitskala tragen die weiter oben erwähnten Zeit-Institute bei. Deutschland wird vertreten durch die Physikalisch-Technische Bundesanstalt in Braunschweig. Für die etwa 250 beitragenden Atomzeituhren werden Bewertungsziffern ermittelt, mit deren Hilfe ein gewichtetes Mittel der einzelnen Zeitskalen berechnet wird. Das Ergebnis dieser Berechnung ist dann definitionsgemäß die Internationale Atomzeit. Der Nullpunkt der TAI wurde vom BIH willkürlich festgelegt. Der Nullpunkt stimmte mit dem 1 Januar 1958 00:00 Uhr UT2 überein. Für die bürgerliche Zeitrechnung ist die Internationale Atomzeit völlig belanglos. Aus der Koordinierten Weltzeit (UTC) läßt sich die Internationale Atomzeit (TAI) leicht berechnen. Sie unterscheidet sich nur um eine ganze Zahl von Sekunden. Im Jahr 2010 beträgt der Unterschied 34 Sekunden.

Z (Zulu Time / Zulu Zeit)

Die Greenwich-Zeit (GMT) wurde in der Luftfahrt und der NATO mit dem Buchstaben Z bezeichnet. Z steht stand dabei für Zero (Null / Nullmeridian). Man spricht in diesem Zusammenhang auch von der Zulu-Zeit, abgeleitet vom ICAO-Alphabet bei dem Z für das Wort Zulu steht, oder der Z-Zeit. Einfach ausgedrückt: Zulu-Zeit = GMT (Grennwich-Zeit)

Fazit und Ableitung der MEZ und MESZ aus der Weltzeit (GMT, UT, UTC TAI, Z)

Im Zusammenhang mit den Zeitangaben auf meiner Seite Sonne aktuell ist es eigentlich ziemlich egal, welche Weltzeit angegeben ist. Der Unterschied ist so unerheblich, das man ih getrost außer acht lassen kann. Nur sollte man beachten, daß die angegebene Zeit nicht der Mitteleuropäischen Zeit (MEZ) und schon gar nicht der Mitteleuropäischen Sommerzeit (MESZ) entspricht. MEZ = Weltzeit plus eine Stunde und MESZ = Weltzeit plus zwei Stunden.

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