Ausrüstung
Teleskop-Details
 



Die TS Dobson Serie

Die Geräte der TS Dobson Serie werden komplett in Europa angefertigt.
Haupt- und Fangspiegel kommen aus England von der Firma Orion Uk, die Rockerbox wird in Deutschland von der Firma Dobs Mounts gefertigt. Dieser Geräteserie der Firma Teleskop-Servive Ransburg GmbH gehören die nachfol-genden, kurz beschriebenen Dobson an:

TS Dobson 250/1200 - Öffnung 250mm (10") - Brennweite 1200mm Öffnungsverhältnis 1:4,8
TS Dobson 300/1200 - Öffnung 300mm (12") - Brennweite 1200mm Öffnungsverhältnis 1:4
TS Dobson 300/1600 - Öffnung 300mm (12") - Brennweite 1600mm Öffnungsverhältnis 1:5,3
TS Dobson 350/1600 - Öffnung 350mm (14") - Brennweite 1600mm Öffnungsverhältnis 1:4,6

Ich habe mich für den 10" Dobson 250/1200 - F 1:4,8 entschieden, weil er einerseits eine große Öffnung hat, andererseits aber noch voll transpor-tabel ist und mir damit die gewünschte Mobilität ermöglicht.


Mein Dobson

Schön zu erkennen sind die großen mit je einem Haltegriff ausgestatteten Höhenlaufräder sowie die Holzblöcke an denen die Laufräder über die
Rohrschellen am Tubus befestigt sind.

Unten in der Rockerbox liegt immer griffbereit mein Okularkarkoffer, in dem die Okulare
und das sonstige Beobachtungs-Zubehör untergebracht sind.

Die Nachführung erfolgt auf Grund der Teflonauflagen und der groß dimensionierten Laufräder sehr feinfühlig und ruckelfrei.




Optik:

Haupt- und Fangspiegel stammen von Orion in England. Der Spiegelträger ist Borsilikat von Schott. Dieses Material zeichnet sich durch einen guten Aus-dehnungswert und extreme Steifigkeit aus. Der Hauptspiegel hat eine sehr dünne Bauweise, was die Auskühlzeit in erheblichem Maße beschleunigt.


Der Fangspiegel mit seinen vier dünnen Armen.

Man erkennt
die sehr schön ausgeführte Innenausschwärzung, die Reflexe zuverlässig vermeidet.

Oben ist der Verstärkungsring zu sehen.
Er wirkt als
Blende und
bewirkt eine Kontratssteigerung der Abbildung.


Halterung der Optik:

Der Hauptspiegel hat eine Metallzelle, die eine verspannungsfreie Hauptspiegellagerung garantiert.
Der Fangspiegel ist aufgeklebt und wird durch vier dünne Fangspiegelarme gehalten.
Haupt- und Fangspiegel sind in leichter, solider Bauweise ausgeführt.


Hier ist die Rückseite des Hauptspiegel abgebildet.

Man erkennt die drei Justierschrauben, die die werkzeuglose Justierung ermöglichen. Die Schrauben sind sehr feinfühlig.

Der Hauptspiegel ist etwas justieranfällig, aber mit dem Justierlaser ist die Justierung schnell und genau durchführbar.


96% Reflektion

Mein TS Dobson ist mit der 96% Hilux Vergütung versehen. Das hat den Vorteil, das über 10% mehr Licht im Auge ankommt, als dies bei einer normalen Verspiegelung der Fall wäre. Wenn man so will, gewinne ich etwa 1" Öffnung an Licht. Dies bedeutet aber nicht, das ich dadurch ein 11" Instrument hätte. Die größere Lichtausbeute bringt zwar ein helleres Bild, sie verändert aber nicht das Auflösungsvermögen oder die Grenzhelligkeit.

Tubus:

Der Tubus ist aus Metall, aber er nimmt einem jede Unaufmerksamkeit übel. Das Gerät besticht trotzdem durch seine Leichtbauweise. Mein Tubus wiegt gerademal 9,5 kg. Das spricht für seine Transportabilität, die meiner Mobilität sehr entgegenkommt. Vorne und hinten schließt der Tubus mit Verstärkungsringen ab. Schön wäre es, wenn der Tubus auch innen noch ein- bis zwei Verstärkungsringe hätte. Dann würde er eher in eine absolut runde Form gepresst als dies jetzt der Fall ist. Das Problem ist nämlich, dass der Tubus mit einer Falz versehen ist, und die Rohrschellen auf diese Falz drücken und den Tubus dann aus seiner runden Form herausdrücken. Der vordere Verstärkungsring ist laut Herstellerangabe eine Blende, die den Kontrast der Abbildung ansteigen läßt.


Hier sehen Sie, wie ich meinen Dobson transportiere.

Unterhalb des Bildes sage ich noch etwas zu den dünnen Plastikdeckeln, die den Dobson eigentlich vor Staub und Schmutz schützen sollen. Ein Deckel ist in dem Styroporformteil eingelassen zu erkennen.

Ein wirkliches Ärgernis stellen die sehr dünnen Plastikabschlußdeckel dar. Die sind so dünn, daß sie entweder gar nicht drübergehen oder abfallen. Außerdem reißen sie sehr schnell ein. Ich habe - obwohl die Deckel bei mir ja in die Styroporformteile eingelassen sind - schon beide Deckel mit Klebeband reparieren müssen. Etwas besser geht es mit dem Einsatz der vom Transport aufgehobenen Styroporlagerungen. Aber die Deckel müssen beim ab- und aufziehen in diesen Styroporteilen belassen werden. Ich habe die immer drauf und benutze sie auch beim Transport des Dobson. Das Teleskop steht dann fest auf dem Boden meines Kombi und kann nicht wegrollen.

Rockerbox:

Die Rockerbox wird, wie weiter oben schon ausgeführt, in Deutschland von der Firma Dobs Mounts hergestellt. Das Holzmaterial ist Multiplex aus deutscher Buche. Die Nachführung ist mit dieser Rockerbox ein Vergnügen. Sie geht sehr feinfühlig und absolut ruckelfrei. Damit kann man auch bei sehr hohen Vergrößerungen noch bequem nachführen. Das ist bestimmt auch auf die besonders großen Höhenlaufräder zurückzuführen. Das die Rockerbox wetterfest ist bedarf sicher keiner Erwähnung. Sie wiegt nach Herstellerangabe etwa 19kg. 

Gut auf dem Bild zu erkennen ist das wirklich große Höhenlaufrad und die Teflonpads auf denen das Laufrad aufliegt. Am Laufrad selbst ist EbonyStar aufgebracht. Diese Kombination ermöglicht die sehr guten Nachführ-Eigenschaften.

Ich habe die Teflonpads ausgetauscht. Sie sind jetzt größer als die Original-Pads


Der Okularauszug:

Der Dobson hat einen soliden und gut verarbeiteten Okularauszug. Es ist ein 2" Auszug und er hat eine Reduzierung auf 1,25". Außerdem ist er voll justierbar.

  • Das Shifting wird durch zwei kleine Imbusschrauben vor- und hinter der Fixierungsschraube eingestellt. Zum Einstellen lockere ich die vier Kreuzschrauben der Verstellung und die obere Fixierungsschraube. Jetzt kann ich durch leichtes Anziehen der beiden Imbusschrauben das Shifting entfernen.
  • Der Auszug war bei Auslieferung perfekt eingestellt. Dennoch könnte ich ihn erforderlicherfalls mit Hilfe der Zug- und Druckschrauben an der Basis wieder   optimal auf mein Spiegelsystem einstellen.

Diese Möglichkeiten sind bei vielen Teleskopen aus der Massenfertigung nicht zu finden. Aber nur ein perfekt justierter Okularauszug garantiert das beste Abbildungsergebnis des gesamten optischen Systems.

Die Okularaufnahmen (2" und 1,25") sind schwarz eloxiert. Sie haben jeweils zwei Klemmschrauben und werden nicht direkt in das Gewinde des Auszuges geschraubt, sondern mit einer Nut in einen Zwischenring geklemmt. Diese Klemmung erfolgt auch mit zwei Schrauben. Auch meine schweren Okulare werden spielfrei gehalten.

Mein OAZ war allerdings in einem Punkt auffällig. Er hatte eine Kippneigung nach unten und oben. Das habe ich in einer kleinen Aktion beheben können, indem ich den OAZ nach dem Abbau der unteren Halterung der Fokussierräder vollständig herausgenommen habe. Dann habe ich rechts und linkes neben dem Schneckengang der Fokussierräder je einen schmalen und dünnen Teflonstreifen aufgeklebt. und das ganze wieder zusammengebaut. Danach lief der Okularauszug wesentlich leichter und feinfühliger bei gleichzeitiger Abstellung der o.g. Kippneigung.

Hier können Sie die Mechanik meines OAZ gut erkennen.

Ganz oben die Fixierschraube und die Imbusschrauben mit denen das Shifting unterdrückt wird. Es folgen die großen Klemmschrauben, mit denen die jeweilige Okularaufnahme geklemmt wird. Dann kommen die kleineren Klemmschrauben, die  das Okular klemmen. Auch die eng an der Basis anliegenden Fokussierräder sind dargestellt. Hier besteht allerdings eine gewisse Gefahr für die Finger des Beobachters. Durch das sehr nahe Anliegen an der Basis kann man sich schnell mal die Finger klemmen. Aber ich habe ja kurze, dünne Finger, und deshalb ist mir dieses unangenehme Erlebnis erspart geblieben.


Die Sucher:

Den Originalsucher habe ich gegen einen 8 x 50 Sucher von Antares ausgetauscht. Er hat ein helles und kontrastreiches Bild. Der Sucher ist mit einem 45° Einblick ausgestattet und liefert ein aufrechtes und seitenrichtiges Bild. Über das Sucherokular wird ein Fadenkreuz eingeblendet. Wenn das Fadenkreuz sich mit dem zu beobachtenden Objekt im Mittelpunkt kreuzt ist das gewünschte Objekt auch im Teleskopokular zentriert eingestellt. Dies erfordert, insbesondere bei hohen Vergrößerungen, eine sehr gewissenhafte und genaue Justierung des Suchers zum Teleskop. Die Justierung erfolgte mittels dreier Schrauben vorne und hinten am Sucherhalter. Der Sucher ist stabil in der Halterung geklemmt und deshalb auch nicht justieranfällig.

Außerdem benutze ich noch einen Telradsucher. Der Telradsucher ist ein einfaches Gerät um meinen Dobson auf das gewünschte Objekt zu zentrieren. Es besteht aus einer LED, einer Linse und einem Strahlenteiler. Dieser spiegelt drei Kreise - die sogenennten Teilkreise - in mein Gesichtsfeld ein, die scheinbar im Unendlichen erscheinen. Die Kreise haben einen Durchmesser von 1/2°, 2 und 4°. Der Telradsucher wurde von mir auf die optischen Achse meines Teleskop justiert. Dazu benutzte ich die drei kleinen Schrauben, die sich hinten am Telrad befinden. Da ich die Gesichtsfelder meiner Okulare und des Telrad in Relation zueinander setze, kann ich einschätzen, was ich nach dem Finden des Objektes im Teleskop sehen werde.


Im Bild unten befinden sich Okularauszug und Okularaufnahme.

In der Bildmitte sehen Sie den optischen Sucher der Firma Antares. Gut zu erkennen sind zwei der sechs Justierschrauben.

Hinten ist der Telradsucher angebracht, der seine Teilkreise in den Himmel zeichnet.


 

Die Lagerung des Tubus:

Hier finden Sie eine Besonderheit der TS Dobsons. Der Tubus muß nicht angebohrt werden. Er ruht in ganz normalen Rohrschellen. Die Höhenräder sind mittels zweier Holzblöcke (je einmal rechts und einmal links) an den Rohrschellen befestigt. Sie haben einen Tragegriff um das Teleskop gefahrlos zu transportieren. 

Den Tragegriff und das Laufrad finden sie auf dem Bild zur Rockerbox.
Die Montage der Laufräder finden Sie auf dem Bild zum Tubus und auf dem ersten Bild dieser Seite.

Diese Art der Tubuslagerung hat zwei wichtige Vorteile für mich.

  • Ich kann den Tubus immer sehr genau im Gleichgewicht halten, indem ich die Rohrschellen lockere und Tubus entsprechend nach vorne oder nach hinten verschiebe.
  • Ich kann den Dobson ausbauen. Und zwar so, daß er dann auf einer Montierung befestigt wird. Das geht ganz schnell. Und an der Montierung könnte ich dann als Luxusausstattung - im Vergleich zur manuellen Nachführung beim Dobson - noch eine automatische Nachführung anbringen. Das könnte dann etwa so aussehen wie im nächsten Bild.


Da ich momentan noch keine Montierung besitze, habe ich mir dieses Bild von der Hompage der Firma Teleskop-Service Ransburg GmbH ausgeliehen.

Sie sehen hier den TS Newton 250/1200mm auf der EQ-6 Montierung