Jupitermonde

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Bis 1999 wurden sechzehn natürliche Monde entdeckt, die Jupiter umkreisen. Dann wurden aufgrund einer systematischen Suche zahlreiche weitere äußere Trabanten des Riesenplaneten entdeckt. Bis zum Anfang 2005 stieg die Zahl der bekannten Monde auf 63 und man geht mittlerweile davon aus, dass in den nächsten Jahren bis zu 100 weitere Monde gefunden werden könnten. Sie werden in mehrere Gruppen aufgeteilt:

  • Die 4 kleinen inneren Monde Metis, Adrastea, Amalthea und Thebe. Sie befinden sich auf Kreisbahnen in der Äquatorebene.
  • Die 4 großen Galileischen Monde Io, Europa, Ganymed und Kallisto befinden sich auf Kreisbahnen in der Äquatorebene.
  • Weiter davon entfernt befinden sich die Themisto-Gruppe und die Himalia-Gruppe mit Leda, Himalia, Lysithea, Elara und anderen, kleinen Monden. Sie befinden sich in Kreisbahnen, die gegen die Äquatorebene geneigt sind.
  • Die Monde der äußersten Gruppe sind kleine Körper auf retrograden Bahnen, die relativ exzentrische Ellipsen und deutlich gegen die Äquatorebene geneigt sind. Sie sind zwischen 18 und 24 Millionen Kilometer von Jupiter entfernt.

Ich gebe Ihnen hier auf dieser Seite detaillierte Informationen über die Inneren Monde und Galileischen Monde des Planeten Jupiter

 

Die Inneren Monde des Jupiter von links nach recht sind Thebe, Amalthea, Adrastea und Metis. Thebe und Adrastea sind deutlich verkraterte Körper. Zwar sind nur wenige Oberflächendetails auf Adrastea und Metis zu erkennen, aber die unregelmäßige Form der Monde deutet auf etliche Kollisionen in der Vergangenheit hin.

IO, einer der vier Galileischen Monde des Jupiter (Nummer I); er steht dem Planeten am nächsten und ist sicherlich der bemerkenswerteste der Jupitersatelliten. Seine Oberfläche ist bunt, von grünlich-gelber Farbe, und von zahlreichen orangefarbenen und weißen Flecken überzogen. Acht aktive Eruptionen wurden auf den Bildern identifiziert, die die Erde während des Vorbeiflugs der Sonde Voyager 1 erreichten. Die kontinuierliche Beobachtung durch erdgebundene Observatorien, durch das Hubble Space Telescope sowie die Vergleiche zwischen den Voyager- und Galileo-Aufnahmen belegen den hohen Grad an ständiger Ausbruchsaktivität und führten schließlich zur Entdeckung von über 100 Vulkanen. Viele sind von etwa kreisförmigen 'Halos' umgeben, die sich vermutlich aus ausgeworfenem Material zusammensetzen.Zahlreiche vulkanische Merkmale wurden gefunden. Dazu gehören Calderen, Lavaströme und Lavaseen, aus denen geschmolzenes Material aus dem Mondinneren hervorquellt, sowie gewaltige Gas- und Staubwolken. Die bunte Kruste besteht aus Schwefel und festem Schwefeldioxid. Einschlagkrater sind nicht zu sehen; sollten sich in der Frühgeschichte welche gebildet haben, sind sie längst unter Eruptivmaterial begraben. Berge erheben sich bis zu einer Höhe von 16 Kilometern. Allerdings handelt es sich dabei nicht um Vulkane. Die konzentrischen Höhenrücken, die auf den Erhebungen und den umliegenden Plateaus zu erkennen sind, scheinen riesige Erdrutsche zu sein, die sich bildeten, als die Berge unter der Gravitationskraft einbrachen. Io ist neben der Erde der einzige Körper im Sonnensystem, bei dem mit Sicherheit vulkanische Aktivität beobachtet wurde - obwohl auch Triton und wahrscheinlich Enceladus Hinweise auf Plume-Aktivitäten zeigen; selbst die Venus könnte aktiv sein. Der Vulkanismus auf Io wurde aufgrund der starken Gezeiteneffekte vorhergesagt, die Jupiter auf das Innere von Io ausübt. Der Mond ist von einer dünnen Atmosphäre aus Schwefeldioxid umgeben, seine Bahn liegt innerhalb des Rings aus elektrisch geladenen Teilchen - des Plasmatorus -, der Jupiter umgibt. Daten der Sonde Galileo weisen darauf hin, daß Io einen recht großen metallischen, elektrisch leitfähigen Kern hat.

Diese Echtfarbenansicht von Io stammt von der Raumsonde Galileo. Die Oberfläche hat einen gelblichen Ton mit schwarzen, braunen, grünen, orangen und roten Regionen, die aktiven Vulkanen entsprechen. Die Sonne stand hinter der Raumsonde, was die Farben besonders hervortreten, aber wenig Relief erkennen läßt. Die Auflösung ist etwa 1,3 km pro Bildelement. Einige der Vulkane haben helle und gefärbte Lavaflüsse, die vermutlich schwefelhaltige Lava enthalten.

Europa, einer der vier Galileischen Monde des Jupiter (Nummer II). Die von Voyager 2 zur Erde gefunkten Bilder zeigten eine hell reflektierende Oberfläche, die von einem Netzwerk dunkler Linien überzogen ist. Bilder der Raumsonde Galileo enthüllten ein verwirrendes Labyrinth gerader und gekrümmter Gräben und Linien. Die sehr seltenen Krater weisen darauf hin, dass die Kruste sich seit der Entstehung des Mondes stark verändert hat. Man vermutet, dass eine mehrere Kilometer dicke Eiskruste über einem Ozean aus flüssigem Wasser oder einem Mantel aus Fels und Eismatsch liegt.

Das linke Bild zeigt den etwa natürlichen Anblick Europas. Das Bild rechts ist ein Falschfarbenbild, das die Farbunterschiede in der Wassereiskruste verstärkt. Die hellen weißen und bläulichen Regionen enthalten vor allem Wassereis mit nur wenigen Verunreinigungen. Die braunen Gebiete enthalten vermutlich Salze, allerdings ist die genaue Zusammensetzung noch unklar.

Ganymed, einer der vier Galileischen Jupitermonde (Nummer III) und der größte Mond im Sonnensystem. Voyager 1 und Voyager 2 sandten die ersten hochauflösenden Bilder zur Erde. Bei weitem detailreicher sind die Bilder der Raumsonde Galileo. Auf Ganymed existieren verschiedene Gebietstypen: ausgeprägt dunkle Regionen, die stark von Kratern zerfurcht sind, und ein weniger zerfurchtes Terrain, das etwa 60 Prozent der photographierten Oberfläche ausmacht. Die Galileo-Aufnahmen der dunklen Gebiete lassen vermuten, daß sie in verschiedenen Epochen starken Veränderungen unterworfen waren. Daneben enthüllte Galileo viele kleine Krater in den fein zerfurchten Gebieten. Zu den bedeutendsten Entdeckungen Galileos gehört, daß Ganymed ein signifikantes Magnetfeld aufweist, das an der Oberfläche sogar stärker ist als das von Merkur, Venus oder Mars. Die Daten der Galileo-Flugbahn lassen sich - kombiniert mit den Daten des Magnetfelds - so deuten, daß Ganymed über einen geschmolzenen eisenreichen Kern verfügen muß. Die Gesamtdichte Ganymeds ist etwa doppelt so groß wie die von Wasser. Vermutlich ist der Kern von einem felsigen Mantel umgeben, über dem eine dicke Eisschicht liegt.

Echtfarbenaufnahme der Raumsonde Galileo. von Ganymed. Die dunklen Gebiete sind älter und stärker verkratert als die helleren Gebiete, die jünger und tektonischen Ursprungs sind. Ganymed besteht aus Eis und Stein und hat junge Krater.

Kallisto, einer der vier großen, 1610 entdeckten Galileischen Monde (Nummer IV) des Jupiter. Er ist der dunkelste der Galileischen Monde und jener mit der geringsten Dichte, was vermuten läßt, daß er einen großen Anteil Wasser enthält. Detaillierte Oberflächenaufnahmen der Raumsonde Galileo deuten allerdings an, daß es zumindest auf der Oberfläche mehr Fels und Staub gibt als ursprünglich angenommen. Voyager- und Galileoaufnahmen zeigen, daß seine Oberfläche stark von Kratern überzogen ist, aber kein ausgeprägtes Relief aufweist. Das auffälligste Merkmal ist eine Ringstruktur mit dem Namen Walhalla, die aus einem zentralen hellen Abschnitt mit etwa 600 Kilometern Durchmesser besteht, die von zahlreichen konzentrischen, 20 bis 100 Kilometer auseinanderliegenden Ringen umgeben ist. Mindestens sieben weitere Vielring-Strukturen wurden gefunden.

Dieses Mosaik wurde aus Bildern von drei Raumsonden zusammengestellt: Voyager 1 (links), Galileo (Mitte) und Voyager 2 (rechts). Die Auflösung der Daten von Galileo beträgt 4,3 km pro Bildelement.

Bilder (c) NASA
Quellenangabe: Astronomie-Lexikon Redshift

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