Venus selbst beobachten
Die Venus ist immer das hellste sternähnliche Objekt, wenn sie über dem Horizont steht. Sie erscheint dem blossen Auge als sehr heller Stern, der entweder einige Monate am Morgen oder am Abend zu sehen ist. Ähnlich wie unser Mond zeigt uns auch die Venus verschiedene Phasen. Bereits im Fernglas kann man diese Phasen beobachten, wenn man das Fernglas mit einem Stativ zusammen verwendet. Wenn einem kein Stativ zur Verfügung steht, sollte man aber mindestens für einen festen Stand sorgen und das Fernglas möglichst irgendwo aufstützen. Nur so kann man die Venusphasen erkennen. Wenn das Bild jedoch hin und her wackelt, hat man keine Chance die Phasengestalt wirklich zu erkennen. Sichtbarkeitsangaben findet man in Jahrbüchern, wie z.B. dem Kosmos Himmelsjahr. Im Teleskop sind die Phasenänderungen des Planeten Venus einfacher zu erkennen. Die Oberfläche der Venus kann unter ihren Wolken nicht gesehen werden
Venustransit
Nur zwei Planeten umkreisen innerhalb der Erdbahn die Sonne, nämlich Merkur und Venus. Nur sie können zwischen uns und der Sonne stehen. Immer, wenn dies eintritt, ziehen sie im Laufe von einigen Stunden als schwarzer Punkt vor der Sonnenscheibe her. Der Astronom spricht dann von einem Venustransit. Venustransite sind sehr, sehr seltene Ereignisse. Von der Erde aus gesehen ist der Venusdurchgang quasi eine ringförmige Sonnenfinsternis. Ein Venustransit kann auch schon mit blossem Auge gesehen werden. Natürlich muß man dafür eine spezielle Finsternisbrille benutzen. Man sieht die Venus als kleinen Punkt im Laufe von einigen Stunden vor der Sonnenscheibe her wandern. Besser kann man einen Venusdurchgang, der etwa alle hundert Jahre stattfindet, natürlich im Fernglas oder Teleskop beobachten. Fernglas oder Teleskop müssen dann aber mit einem speziellen Sonnenfilter oder einer entsprechenden Sonnenfolie ausgestattet sein.
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