Halbschattenfinsternis

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Halbschatten-Mondfinsternis (total)
in der Nacht vom 14. auf den 15.03.2006
Bild links gegen 22:30Uhr - Bild rechts gegen 0:50 Uhr MEZ
Bilder angefertigt mit Redshift / Bild rechts nachbearbeitet mit MS Fotodesigner

In der Nacht vom 14. auf den 15.3.2006 fand ein recht seltenes Ereignis statt. Eine Halbschattenfinsternis des Mondes, bei der der Mond vollständig im Halbschatten lag ohne jedoch den Kernschatten der Erde zu berühren. Ich konnte dieses Ereignis sehr schön auf unserer Terrasse mit meinem Fernglas Zeiss 10 x 56 beobachten. Auf dem Bild ist der Halbschatten der Erde mit 1 gekennzeichnet und der Kernschatten mit 2. Eine solche Halbschattenfinsternis ist kein spektakuläres Ereignis, aber dennoch ist die Beobachtung sehr spannend. Man weiß nämlich vorher nicht genau, wie stark man die graue Verfärbung des Mondes wahrnehmen kann und ab welcher Uhrzeit dies der Fall sein wird.. Der Eintritt und der Austritt in den Kernschatten ist naturgemäß nicht beobachtbar. Nur die Phase von etwa 30 bis 45 Minuten vor und nach der Totalität sind wahrnehmbar. Zu dieser Zeit wird der Mond in einen Grauschleier getaucht, der sich in Richtung des Kernschatten der Erde etwas verdichtet, also dunkler erscheint. Soweit erst einmal die Theorie.

MoFi-Erklärung

                                                                          

Nun zu meiner Beobachtung in der Nacht vom 14. auf den 15. März 2006.

Auf dem Bild oben links sieht man den Mond kurz vor dem Eintritt in den Halbschatten und auf dem Bild rechts erkennt man die leichte Verdunkelung gegenüber dem Bild 1 sowie die Verdichtung des Grauschleiers zum Kernschatten der Erde hin. Die Bilder geben meinen persönlichen Beobachtungseindruck am Fernglas Zeiss 10 x 56 wieder, weshalb ich das rechte Bild nachbearbeitet habe. Der Himmel war leicht bewölkt, jedoch war der Mond fast immer in einem Wolkenloch. Dadurch konnte ich die Halbschattenfinsternis in weiten Teilen problemlos beobachten. Ich habe das Fernglas während der Beobachtung nicht freihändig gehalten, sondern mein Fotostativ mit der selbst gebastelten Adaption des Fernglas an den Stativkopf benutzt. Dadurch war das Bild stabil und damit für mein Auge besser zu erkennen. Das wiederum hatte zur Folge, dass ich das Beobachtungsergebnis wesentlich besser wahrgenommen habe, als es bei einer freihändigen Beobachtung möglich gewesen wäre. Außerdem habe ich noch eine leicht abdunkelnde Sonnenbrille benutzt, weil ich so das helle Mondlicht etwas dämpfen und den Kontrast während dem Schattenverlauf steigern konnte. Der Eintritt des Mondes in den Kernschatten konnte ich erwartungsgemäß nicht sehen, was sich aber schon aus der Natur einer Halbschattenfinsternis ergibt. Gegen Mitternacht war der graue Schleier der Finsternis, der an der Südwestkalotte des Mondes begonnen hatte, fast komplett und gegen 0:50 Uhr war die etwas stärker abgedunkelte Fläche auf dem Mond am stärksten ausgeprägt zu beobachten. Die Theorie hatte sich im Laufe meiner Beobachtung vollständig bestätigt, und ich bereue es nicht, mir diese Nachtbeobachtung gegönnt zu haben. Und dies insbesondere auch deshalb, weil die nächste Halbschattenfinsternis dieser Art erst wieder im Jahr 2053 stattfinden wird, was ich mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit nicht mehr erleben werde.

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