Totale Mondfinsternis 3.3.07

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Totale Mondfinsternis am 3./4. März

In der Nacht vom 3. auf auf den 4. März 2007 fand eine Totale Mondfinsternis statt. Sie war in ihrer vollen Länge von ganz Europa aus zu beobachten. Zum Höhepunkt der Finsternis, die um 00:21 Uhr MEZ erfolgte, stand der Mond tief im Kernschatten der Erde. Der Mondaufgang erfolgte am 3. über Boden bereits um 17:50 Uhr MEZ. Sichtbar war die totale Mondfinsternis erst mit dem Eintritt des Mondes in den Kernschatten der Erde, der um 22:31 Uhr MEZ erfolgte. Der vom Astronom beobachtbare Teil der Mondfinsternis endete mit dem Austritt des Mondes aus dem Kernschatten um 2:11 Uhr MEZ, also lange vor dem Monduntergang, der am 4. um 7:06 Uhr MEZ erfolgte.

Grafik aus: Das Planetarium 1900-2100 - siehe Linkseite

Die hier beschriebene totale Mondfinsternis war von ganz Europa, Afrika mit Madagaskar, Arabien, westlichem Asien und weiten Teilen Grönlands samt Island und einigen Bereichen der Antarktis in ihrem gesamten Verlauf zu beobachten, ebenso vom östlichen Atlantik, Teilen des Südlichen Eismeeres und dem westlichsten Bereich des Indischen Ozeans. In Nord- und Südamerika war lediglich der zweite Teil und damit das Ende der Finsternis beobachtbar. Der Mond ging in diesen Bereichen bereits verfinstert auf. Nur die Hälfte der Finsternis beziehungsweise den Beginn der Mondfinsternis war in Mittel- und Ostasien, in Indien, West- und Zentralaustralien, Japan, mittleren und in östlichen Bereichen des Indischen Ozeans zu beobachten.

Grafik aus: Das Planetarium 1900-2100 - siehe Linkseite

Eigene Beobachtung

Das Wetter am Samstag dem 3. März 2007 war durchgehend windig und regnerisch. Eine Wetterbesserung war auch nach der Lektüre diverser Wettervorhersagen im Internet nicht zu erwarten. Die geplante gemeinsame Beobachtung auf der Sternwarte in Diez wurde daher abgesagt. Meine Laune war dementsprechend mies und verärgert.

Wenige Minuten vor dem Beginn des Eintritt des Mondes in den Kernschatten der Erde habe ich mich dann doch noch auf die Terrasse gewagt. Und ich traute meinen Augen nicht - ich habe Sterne funkeln sehen und auch der Mond stand gut sichtbar am wolkenlosen Himmel. Meine Laune war schlagartig besser. Schnell in die Garage und den 10’’ Dobson rausgeholt, aufgebaut, justiert und die Lüftung angemacht. Nun mußte das Teleskop nur noch auskühlen. Ich habe dann noch mein Zeiss-Fernglas (10 x 56) auf die Terrasse gebracht und es auf mein Stativ gestellt. Der Himmel war immer noch ohne Wolken, und ich konnte auch Saturn sehr schön sehen. Das schien dann doch noch eine schöne Beobachtungsnacht zu werden.

Den Beginn der partiellen Phase habe ich ausschließlich im Fernglas beobachtet, weil der Dobson noch nicht vollständig ausgekühlt war. Ab Mitte der partiellen Phase habe ich dann mit dem Dobson weiterbeobachtet, der nun gut auf die Außentemperatur herunter gekühlt war. Bis etwa 23:30 war der Himmel absolut frei - danach zogen einige Wolken durchs Bild, was aber nicht wirklich störte. Um etwa 00:10 Uhr MEZ war der Himmel dann dicht, so daß ich nur eine kurze Zeit der totalen Phase beobachten konnte. Eigentlich wollte ich dann wieder einpacken - habe es mir dann aber doch anders überlegt. Immer wieder ging ich nach draußen und kontrollierte den Himmel. Um etwa 00:50 Uhr MEZ lichteten sich die Wolken wieder etwas, so daß ich ab und zu einen freien Blick zum Mond hatte. Gegen 1:05 Uhr MEZ war der Himmel dann wieder fast wolkenlos. Ich konnte also das Verschwinden des Schattens ganz gut beobachten. Gegen 1:40 Uhr wurden die Wolken wieder dichter und verhinderten einen durchgehen Blick auf das Himmelsschauspiel. Aber ab und zu ergaben sich doch wieder Lücken. Im Teleskop war sehr schön zu sehen, daß der Erdschatten nicht scharf begrenzt war sondern sich in schönen Abstufungen auf dem Mond abzeichnete. Die Farbe war bräunlich-rot, aber nicht sehr dunkel. Auch im Schattengebiet waren Einzelheiten der Mondoberfläche gut wahrnehmbar. Gegen 1:45 Uhr MEZ war der Himmel um den Mond herum wieder ganz frei. Das war ein schöner Anblick. Der Mond war am Himmel von Wolken umkreist, aber er selbst stand in einer permanenten Wolkenlücke. Das blieb aber leider nicht so, denn gegen 2:00 Uhr zog sich der Himmel wieder zu, so daß ich das Ende der partiellen Phase nicht mehr sehen konnte.

Himmelsanblick erstellt mit Redshift - Anblick wie mit dem bloßen Auge oder einem Fernglas

Daher bin ich in die Küche gegangen und habe mir einen Kaffee gekocht. Den wollte ich mit Ruhe genießen und dann mein Teleskop abbauen. Als ich aber gegen 2:30 Uhr wieder auf die Terrasse kam, war der Himmel zu meiner Freude wieder frei. Das habe ich dann ausgenutzt um noch ein wenig den Saturn zu beobachten. Obwohl es eine ziemlich feuchte Nacht war, hat sich Saturn sehr schön im Okular präsentiert. Vergrößern konnte ich bis 200-fach. Saturn zeigte sich kontrastreich auf dunklen Himmelshintergrund. Die Cassiniteilung war durchgehen dargestellt und auch diverse Einzelheiten der Saturnoberfläche waren schön zu beobachten.

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