Plutomonde ::: Charon ::: Nix ::: Hydra

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Charon ist der größte bekannte Mond des fernen Planeten Pluto. Er wurde 1978 von J. Christy als leichte Elongation auf einer Pluto-Aufnahme entdeckt, die am US Naval Observatory erstellt wurde. Mit einem Durchmesser von 1.190 Kilometern ist er etwa halb so groß wie Pluto. Seine Umlaufperiode beträgt 6,39 Tage und entspricht damit vermutlich auch seiner Rotationsperiode sowie der von Pluto. Das Spektrum von Charon weist auf Eisvorkommen hin, nicht aber auf Methan, das auf Pluto vorkommt.

Bild (c) NASA


Pluto und Charon sind fast eine Art Doppelplanet. Pluto hat einen Durchmesser von 2.320 km, Charon ist mit 1.270 km in etwa halb so groß wie Pluto. Der helle Fleck auf der Oberfläche von Pluto deutet auf eine glatte reflektierende Fläche hin.

 

Nix und Hydra
Im Durchmesser sind die Monde Nix und Hydra rund 40 bis 160 km groß. Sie umlaufen Pluto auf nahezu kreisförmigen Umlaufbahnen und in einer gemeinsamen Bahnebene mit Charon in einer Entfernung von etwa 65.000 bzw. 50.000 Kilometer. Ihre Umlaufzeiten sind zu der des großen Mondes Charon annähernd synchron; während Charon den Pluto zwölf Mal umrundet, wird er von Hydra ziemlich genau zwei Mal und von Nix ungefähr drei Mal umkreist. Im Unterschied zum rötlicheren Mutterplaneten haben die kleinen Trabanten anscheinend die gleiche neutrale graue Farbe wie Charon. Die beiden Trabanten wurden durch Beobachtungen mit dem Hubble Space Telescope im Jahr 2005 entdeckt; dies teilte die US-Weltraumbehörde NASA am 31. Oktober 2005 mit. Durch erneute Hubble-Beobachtungen im Februar 2006 wurde die Entdeckung bestätigt. Sie trugen zunächst die vorläufigen Bezeichnungen S/2005 P1 und S/2005 P2, bis sie im Juni 2006 durch die IAU die Namen Hydra und Nix erhalten haben. Nach der Entdeckung der Kleintrabanten wird die Entstehung von Charon nun zusammen mit diesen beiden verstärkt durch eine Kollision von Pluto mit einem anderen plutogroßen Kuipergürtelobjekt diskutiert. Für eine gemeinsame Entstehung aller Plutomonde sprechen die komplanaren Bahnen mit den annähernd synchronen Umlaufzeiten sowie die einheitlich gefärbten Oberflächen. Bei einem Einfang wäre sicherlich eher ein unterschiedliches Reflexionsvermögen zu erwarten gewesen. Pluto und seine Monde sind im Kuipergürtel einem dauernden Bombardement von Minimeteoriten ausgesetzt, die Staub- und Eispartikel aus den Oberflächen herausschlagen. Während die Anziehungskraft von Pluto und Charon dafür sorgt, dass alle Trümmerstücke auf die Himmelskörper zurückfallen, ist die Anziehungskraft der neu entdeckten Monde zu gering dazu. Daher vermuten die Wissenschaftler, dass die kleinen Monde in astronomischen Zeiträumen durch weitere Einschläge so viel Material verlieren, dass dieses allmählich einen Staubring um Pluto bilden wird. Die Entdeckung weiterer Plutomonde kam nach Angaben von Wissenschaftlern sehr überraschend, da bis 2004 jenseits des Neptun kein Himmelskörper mit mehr als einem Satelliten beobachtet wurde.

Quellenangabe: Astronomie-Lexikon Redshift, NASA und Wikipedia

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