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Eridanus oder Fluß Eridanus - Eridanus - Eridani - Eri Deutscher Name - Lateinischer Name - Lateinisches Genitiv - Abkürzung
Das Sternbild Eridanus ist ein großes und weitverteiltes, aber auch ein ziemlich lichtschwaches Sternbild, das sich über 60° in Deklination auf der Südhalbkugel erstreckt. Es grenzt im Norden an den Orion, den Stier und den Walfisch, im Westen an den Walfisch, den Chemischen Ofen und den Phönix, im Süden an die Kleine Wasserschlange sowie im Osten an die Pendeluhr, den Grabstichel, den Hasen und den Orion. Es war in Ptolemäus' Katalog mit 48 Sternbildern aufgeführt (140 n. Chr.); seine südlichsten Ausläufer wurden allerdings erst später hinzugefügt. Ursprünglich endete das Sternbild bereits am Stern Acamar (Theta Eridani). Der Name kommt aus dem Arabischen und bedeutet übersetzt “Das Ende des Fluß”. Früher gehörten auch die Sterne des heutigen Sternbild Fornax (Chemischer Ofen) zum Sternbild Eridanus. Nachdem das Sternbild später bis zum 60. südlichen Breitengrad verlängert wurde, wird sein heutiger südlichster Punkt durch den Stern Achernar (Alpha Eri, 1. Größenklasse) markiert. Das Sternbild enthält elf weitere Sterne, die heller sind als 4. Größe. In der uns überlieferten griechischen Mythologie war das Sternbild Eridanus jener Fluss, der von den Wassern des Aquarius im heutigen Sternbild Wassermann gespeist wurde. Eine Legende bringt das Sternbild Eridanus mit dem Sohn des Sonnengottes Helios, Phaeton, in Verbindung. Als dieser nämlich eines Tages den von Pferden gezogenen Steitwagen seines Vaters Helios zu lenken versuchte, kam es zu einer Katastrophe. Der die Sonne tragende Streitwagen geriet auf der Fahrt außer Kontrolle. Dabei kam der Streitwagen der Erde zu nahe und verbrannte daher den Norden Afrikas. Dabei färbte er die Haut der dort lebenden Menschen dunkel. Der erboste Zeus tötete darauf hin Phaeton mit einem von ihm ausgesendeten Blitzschlag. Das Sternbild Eridanus stellte ursprünglich den Weg dar, den der Streitwagen während dieser verhängnisvollen Fahrt zurückgelegt hatte. Zu einer späteren Zeit sahen die Menschen im Sternbild Eridanus den Fluss, in den der tote Phaeton stürzte. Bei meiner Recherche bin ich aber auch auf Versuche gestoßen, die den Eridanus mit einem irdischen Fluß in Verbindung brachten. Die Rede war dabei vom Po in Oberitalien, dem Nil und dem Euphrat.
Das Sternbild (Fluß) Eridanus bedeckt am Firmament eine Fläche von 1.138 Quadratgrad. Es erreicht seine größte Höhe über dem Horizont jedes Jahr im November gegen Mitternacht (MEZ).
Das Sternbild (Fluß) Eridanus ist nur am Südpol zirkumpolar, nörlich von 32° geographischer Breite dagegen nicht mehr vollständig sichtbar. Sein Deklinationsbereich erstreckt sich von 58° Süd bis 0° Nord
Sternkarte Sternbild (Fluß) Eridanus Beobachtungsberichte: keine vorhanden DeepSky-Objekte bis 9. Größenklasse: NGC 1291 Himmelsansicht für den Monat der höchsten Stellung am Himmel gegen Mitternacht (MEZ)
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