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Giraffe - Camelopardalis - Camelopardalis - Cam Deutscher Name - Lateinischer Name - Lateinisches Genitiv - Abkürzung
Das Sternbild Giraffe ist ein großes, aber unscheinbares Sternbild in einem sternarmen Himmelsgebiet in der Nähe des Nordpols. Es grenzt im Norden an den Kepheus, im Westen an die Kassiopeia, im Süden an den Perseus, den Fuhrmann und den Luchs sowie im Osten an den Großen Bären, den Drachen und den kleinen Bären. Das Sternbild Giraffe setzt sich aus Sternen der vierten, fünften oder sechsten Größenklasse zusammen. In der Antike waren die Sterne des heutigen Sternbild Giraffe gar keinem Sternbild zugeordnet, weshalb diesem Sternbild auch ein mythologischer Hintergrund fehlt. Erst im Jahre 1612 wurde das Sternbild Giraffe von dem niederländischen Kartografen, Theologen und Astronom Petrus Plancius eingeführt. Damit schloß er die damals noch vorhandene Sternbild-Lücke in diesem Bereich am Himmel. Im Jahre 1624 erschien das Werk Usus astronomicus planisphaerium Argentinae, auch bekannt als Planisphaerium Stellaris, das von dem deutschen Astronomen und Mathematiker Jacob Bartsch verfaßt wurde. Bartsch war der Schwiegersohn von Johannes Kepler. In diesem Werk übernahm Jacob Bartsch das Sternbild Giraffe. Er sah darin allerdings das in der Bibel erwähntes Reittier, auf dem Rebekka von Haran nach Kanaan ritt um Isaak zu heiraten. Da die Giraffe im antiken Griechenland als Leoparden-Kamel bekannt war, glaubte Bartsch wohl, daß es sich bei der Giraffe um ein Kamel handelte.
Das Sternbild Giraffe bedeckt am Firmament eine Fläche von 757 Quadratgrad. Es erreicht seine größte Höhe über dem Horizont jedes Jahr im Dezember gegen Mitternacht (MEZ).
Das Sternbild Giraffe ist nördlich von 37° geographischer Breite zirkumpolar, südlich von -4° dagegen nicht mehr vollständig sichtbar. Sein Deklinationsbereich erstreckt sich von 53° Nord bis 86° Nord
Sternkarte Sternbild Giraffe Beobachtungsberichte: keine vorhanden DeepSky-Objekte bis 9. Größenklasse: NGC 1502 - NGC 2403 Himmelsansicht für den Monat der höchsten Stellung am Himmel gegen Mitternacht (MEZ)
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