Kulminationshöhe

 
 Aktueller Himmel

  Himmel
  Planetarium
  Aktuelle Sonnenbilder
  Polarlichtvorhersage
  Weltraumwetter
  Wettervorhersage

 Monats- / Jahreshimmel
  Beschreibung Fixsternhimmel
  Konstellationen und Ereignisse
  Planetensichtbarkeit
  Sonne / Mond
  Merkur / Venus / Mars
  Jupiter / Saturn / UranusNeptun
  Zwergplaneten / Planetoiden
  Kometen / Sternschnuppen
  Nachthelligkeit durch den Mond

 Himmmelsbeobachtung
  Beobachtungsberichte
  Sonne selbst beobachten
  Fixsternhimmel im Jahreslauf
  Teleskop- und Fernglasobjekte
  Android App Mobile Observatory

 Astro-Ausrüstung
  Meine Ausrüstung
  10’’ TS Orion Dobson
  8’’ Hofheim Reise Dobson
  3” Omegon Dublet Carbon APO
  Tipps für Ihre Ausrüstung
  Tuningmaßnahmen
  Okularbewertungen
  Astronomische Filter
  Justieranleitung Newton

 Einsteiger / Grundlagen
  Einsteigerecke
  Infos über Sterne
  Sonnensystem
  Milchstraße
  Universum
  Himmelsorientierung
  Koordinatensysteme
  Nordstern
  Asterismus
  Sternbildbeschreibungen
  Sternkarten und Sternbilder
  Kulminationshöhe des Mondes
  Dark Sky + Lichtverschmutzung
  Mondfinsternis
  Sonnenfinsternis

Homepage-Sicherheit  

 Home   Vorstellung   Hinweise   Astro-Tools   Links   Kontakt   Disclaimer   Impressum   Volltextsuche

Der Wintervollmond beschreibt in unseren heimischen Gefilden immer einen großen Tagbogen. Er geht also im Nordosten auf, erreicht eine große Kulminationshöhe bei seinem Meridiandurchgang und geht weit im Nordwesten unter. Der Sommervollmond dagegen wandert auf einem kleinem Tagbogen über den heimischen Himmelt. Er geht im Südosten auf, erreicht zu Mitternacht nur eine bescheidene Kulminationshöhe und geht morgens im Südwesten unter. Dies ist leicht zu erklären, denn der Vollmond steht unserer Sonne ja genau gegenüber und hat somit eine ekliptikale Längendifferenz von 180° zur Sonne. Steht die Sonne im Sommerpunkt, was um den 21. Juni der Fall ist, dann steht der Vollmond da, wo die Sonne ein halbes Jahr später, also am 21. Dezember, stehen wird. Steht die Sonne aber im Winterpunkt, was bekanntlich um den 21. Dezember der Fall ist, so hält sich der Vollmond in der Sommerposition der Sonne auf, beschreibt also den großen Tagbogen, den die Sonne im Sommer zurücklegt. Kulminationshöhe sowie Auf- und Untergangspunkte des Mondes hängen immer sowohl von der geografischen Breite des Beobachtungsortes als auch von der Deklination des Mondes ab. Benutzt man für seine Beobachtungen immer den gleichen Standort, dann sind sowohl die Auf- und Untergangsrichtungen als auch die Kulminationshöhe, also der höchste Stand des Monds in Südrichtung, nur noch von der Deklination des Mond abhängig. Die Deklination gibt die Abweichung vom Himmelsäquator an. Steht der Mond am Himmelsäquator, so hat er eine Deklination (d) von 0°. Der Himmelsnordpol hat eine Deklination von 90°, der Himmelssüdpol eine solche von -90°. Die Kulminationshöhe unseres Mondes ergibt sich nach der Formel 90° minus geografische Breite des Beobachtungsstandortes plus Deklination des Mondes. Die höchsten und tiefsten Kulminationshöhen unseres Erdtrabanten sind von Jahr zu Jahr ebenso verschieden wie seine extremen Morgenweiten (Abstand des Aufgangspunktes vom Ostpunkt am Horizont) und Abendweiten (Abstand des Untergangspunkts vom Westpunkt am Horizont). Als Ursache gelten die wechselnden Extremweiten der Monddeklination, die im Jahr Werte sowohl zwischen +18,3° und -18,3° als auch solche von +28,6° und -28,6° im Jahr annehmen kann.

Mondbahn1
Mondbahn2

In dieser Grafik addiert sich die Schiefe der Ekliptik (Epsilon) zur Mondbahnneigung (Jota) da Frühlingspunkt und aufsteigernder Knoten zusammenfallen.

In dieser Grafik liegt der absteigende Knoten im Frühlingspunkt, daher ist von der Schiefe der Ekliptik (Epsilon) die Mondbahnneigung (Jota) abzuziehen.


Der Grund für die Jahr zu Jahr unterschiedlichen Extremwerte der Monddeklinationen liegt in der Neigung der Mondbahn zur Ekliptik und der rückläufigen Wanderung der Mondbahnknoten. Die Mondbahn ist im Mittel um 5° zur Ekliptik geneigt. Die Schnittpunkte der Mondbahn mit der Ekliptik werden Knoten oder Drachenpunkte genannt. Drachenpunkte deshalb, weil der Mond bei Vollmond verfinstert wird oder bei Neumond die Sonne bedeckt, wenn er in einem seiner Knoten steht. Und im alten China glaubte man einst bei einer Finsternis, ein Drache würde Mond und Sonne verschlingen. Passiert der Mond den aufsteigenden Knoten, so werden seine ekliptikalen Breiten positiv, er wandert nördlich der Ekliptik durch den Tierkreis. Nach seinem Durchgang durch den absteigenden Knoten werden seine ekliptikalen Breiten negativ, er läuft somit südlich der Ekliptik. Fällt nun der aufsteigende Knoten der Mondbahn mit dem Frühlingspunkt zusammen, so addieren sich die Schiefe der Ekliptik und die Mondbahnneigung. Der Mond erreicht bei seinem Umlauf 23,5° + 5° = 28,5° und -23,5° + (-5°) = -28,5° extreme Deklinationen. Die Lage der Knoten bleibt jedoch nicht raumfest, denn die Schnittpunkte der Mondbahn bewegen sich rückläufig in etwa 18,6 Jahren einmal durch den gesamten Tierkreis. Die Mondbahnknoten kommen dem Mond bei seinem Lauf entgegen. Pro Jahr verschieben sich die Knoten um 19°21' entlang der scheinbaren Sonnenbahn, der Ekliptik. Nach 9,3 Jahren fällt dann der absteigende Knoten mit dem Frühlingspunkt zusammen. Von der Schiefe der Ekliptik ist die Mondbahnneigung dann zu subtrahieren, die Monddeklinationen schwanken somit zwischen +18,3° und -18,3°.

Veröffentlicht mit freundlicher Genehmigung durch den USM Verlag - (c) United Soft Media Verlag GmbH

  Informieren Sie sich auf weit über 300 Seiten über das Thema Astronomie   -