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Jupiter ist der größte Planet im Sonnensystem und von der Sonne aus gesehen der fünfte Planet. Nach der Venus ist er von der Erde aus gesehen der zweithellste Planet.
Jupiter ist zehnmal so groß wie die Erde und erreicht ein Zehntel der Sonnengröße. Seine Masse beträgt 0,1 Prozent der Sonnenmasse, in seiner Zusammensetzung gleicht er dem Zentralgestirn - er besteht zu 90 Prozent aus Wasserstoff (der in Jupiter in molekularer Form vorliegt) und zu etwa 10 Prozent aus Helium. Von den Spurengasen sind die wichtigsten Wasserdampf, Methan und Ammoniak. Es gibt unter den Wolkenschichten keine feste Oberfläche. Stattdessen findet mit dem nach unten hin zunehmenden Druck ein langsamer Übergang vom gasförmigen zum flüssigen Zustand statt, gefolgt von einem plötzlichen Übergang zu einer metallischen Flüssigkeit, in der die Atome von ihren Elektronen befreit sind. Ganz im Zentrum könnte sich ein kleiner Kern aus Gestein oder vielleicht Eis befinden.
Durch seine innere Energiequelle - die Wärme, die während seiner Entstehung durch den Gravitationskollaps erzeugt wurde -, strahlt der Planet zwischen 1,5 und zweimal so viel Wärme ab, wie er von der Sonne absorbiert.
Im visuellen Licht erkennt man, daß die Scheibe des Jupiter von abwechselnd hellen und dunklen Gürteln durchzogen ist. Die Ergebnisse von vier Raumsonden, die Jupiter zwischen 1973 und 1981 erreichten ((Pioneers 10 und 11, Voyagers 1 und 2), haben die Komplexität der Flußverteilung innerhalb dieser Bänder deutlich gemacht. Es gibt fünf oder sechs auf jeder Hemisphäre, die mit Windströmungen korrelieren.
Weiße oder farbige Ovale erscheinen als relativ langlebige Merkmale. Das bekannteste und auffälligste ist der Große Rote Fleck, der bereits seit etwa 300 Jahren beobachtet wird. Der Ursprung dieses Merkmals, das so breit ist wie die Erde, ist unsicher. Nach gängiger Theorie könnte es sich im wesentlichen um einen riesigen Antizyklon handeln.
Die farbigen Wolken befinden sich in den höchsten Schichten - die Dicke dieser Schichten macht nur 0,1 bis 0,3 Prozent des Gesamtradius aus. Die Herkunft der starken Färbung gibt nach wie vor Rätsel auf, obwohl es als sicher gilt, daß Spurenanteile der Atmosphäre daran beteiligt sind. Die Färbung der Wolken variiert mit der Höhe: Blaue Bereiche sind die tiefsten, gefolgt von den braunen, weißen und schließlich den roten, die sich in höchsten Regionen finden.
Eine von der Raumsonde Galileo ausgesetzte Atmosphärenkapsel sank 1995 an einem Fallschirm durch die obere Jupiteratmosphäre und funkte Daten über die dort vorkommenden Bestandteile und die physikalischen Bedingungen. Erdgebundene Beobachtungen der Eintrittsstelle der Kapsel zeigten, daß es sich dabei um einen relativ wolkenfreien Fleck handelte, wodurch sich erklärte, warum nahezu keine Spuren der erwarteten drei Wolkenschichten - Ammoniakkristalle ganz oben, Ammoniakhydrosulphid in der Mitte und Wasser und Eiskristalle ganz unten - gefunden wurden. Die Windgeschwindigkeit war mit bis zu 530 km/h sogar höher als angenommen. Die Kapsel registrierte vor dem Eintritt in die Atmosphäre einen intensiven Strahlungsgürtel.
Die Existenz eines schwachen Rings um Jupiter wurde erstmals 1974 aufgrund der Pioneer-11-Ergebnisse vermutet; die Voyager-Bilder lieferten schließlich die direkte Bestätigung. Der Hauptteil des Rings liegt zwischen 1,72 und 1,81 Jupiter-Radien vom Zentrum des Planeten entfernt. Aufgrund der Beschaffenheit des Rings müssen viele Teilchen eine Größe von wenigen Mikrometern aufweisen. Der Ring muß ununterbrochen aufgefüllt werden. Die dafür in Betracht kommende Quelle stellt vermutlich eine Ansammlung von Felsbrocken in der Umlaufbahn dar, die kontinuierlich von Hochgeschwindigkeits-Partikeln bombardiert werden.
Bis 1999 wurden sechzehn natürliche Monde entdeckt, die Jupiter umkreisen. Mitte 2006 war die Zahl der bekannten Monde auf 62 angestiegen.
1955 wurde die Radioemission des Jupiter entdeckt. Es war der erste Hinweis auf ein starkes Magnetfeld, das 4000mal stärker ist als das der Erde. Die Magnetosphäre ist infolgedessen 100mal größer. Die Radioemission wird von Elektronen verursacht, die sich spiralförmig um die Feldlinien bewegen. Eingefangene Elektronen in der Nähe des Planeten verursachen Synchrotronstrahlung im Bereich der Dezimeter-Wellenlängen. Dekameterstrahlung, die nur in bestimmten Gebieten des Planeten beobachtet wird, hat mit der Wechselwirkung zwischen Jupiters Ionosphäre und seinem Mond Io zu tun, dessen Bahn innerhalb eines riesigen Plasmatorus liegt. Durch diese Wechselwirkung kommt es auch zu Polarlichterscheinungen. Von den Voyager-Sonden wurde auch Strahlung im Kilometer-Wellenlängenbereich entdeckt, die ihren Ursprung in hohen Breiten nahe des Planeten und im Plasmatorus hat.
Ich kann Ihnen auch noch ein Video von alpha Centauri empfehlen, in dem Professor Harald Lesch der Frage nachgeht Was nützt uns Jupiter?
Die Daten des Planeten Jupiter
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Mittlere Entfernung von der Sonne Im Vergleich zur Erde (Erde=1)
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778.412.020 km = 7,7841202x108 km = 5,20336 AE 5,023
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Kleinste Entfernung von der Sonne Im Vergleich zur Erde (Erde=1)
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740.742.600 km = 7,407426x108 km = 4,952 AE 5,036
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Größte Entfernung von der Sonne Im Vergleich zur Erde (Erde=1)
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816.081.400 km = 8,160814x108 km = 5,455 AE 5,366
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Größe des Radius am Äquator Im Vergleich zur Erde (Erde=1)
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71.492 km = 7,1492x104 km 11,209
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Größe des Umfang am Äquator Im Vergleich zur Erde (Erde=1)
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449.197 km = 4,49197x105 km 11,209
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Volumen Im Vergleich zur Erde (Erde=1)
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1.425.500.000.000.000 km3 = 1,4255x1015 km3 1,316
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Masse Im Vergleich zur Erde (Erde=1)
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1.898.700.000.000.000.000.000.000.000 kg = 1,8987x1027 kg 317,82
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Dichte Im Vergleich zur Erde (Erde=1)
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1,33 g/cm3 0,241
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Oberfläche Im Vergleich zur Erde (Erde=1)
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62.179.600.000 km2 = 6,21796x1010 km2 121,9
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Oberflächenschwerkraft am Äquator Im Vergleich zur Erde (Erde=1)
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20,87 m/s2 2,14
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Entweichgeschwindigkeit Im Vergleich zur Erde (Erde=1)
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214.300 km/h = 59.540 m/s 5,33
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Dauer der siderischen Rotationsperiode Im Vergleich zur Erde (Erde=1)
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0,41354 Tage oder 9,925 Stunden 0,4147
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Mittlere Umlaufzeit um die Sonne Im Vergleich zur Erde (Erde=1)
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11,8565 Jahre oder 4.330,6 Tage 11,8563
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Mittlere Umlaufgeschwindigkeit um die Sonne Im Vergleich zur Erde (Erde=1)
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47.051 km/h = 13.069,7 m/s 0,0439
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Numerische Exzentrität Im Vergleich zur Erde (Erde=1)
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0,04839 2,90
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Bahnneigung zur Sonnenbahn
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1,305°
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Äquatorneigung zur Umlaufbahn Im Vergleich zur Erde (Erde=1)
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3,12° 0,0178
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Größe der Umlaufbahn Im Vergleich zur Erde (Erde=1)
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4.774.000.000 km = 4,774x109 km 5,165
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Oberflächentemperatur
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Effektiv -148° C
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Anzahl und Bezeichnungen der Monde
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62 Io - Europa - Ganymed - Callisto - Amalthea - Himalia - Elara Pasiphae - Sinope - Lysithea - Carme - Ananke - Leda - Thebe Adrastea - Metis - Callirrhoe - Themisto - Megaclite - Taygete Chaldene - Harpalyke - Kalyke - Iocaste - Erinome - Isonoe Praxidike - Autonoe - Thyone - Hermippe - Aitne - Eurydome Euanthe - Euporie - Orthosie - Sponde - Kale - Pasithee - Hegemone Mneme - Aoede - Thelxinoe - Arche - Kallichore - Helike - Carpo Eukelade - Cyllene - Kore - S/2003 J2 - S/2003 J3 - S/2003 J4 S/2003 J5 - S/2003 J9 - S/2003 J10 - S/2003 J12 - S/2003 J15 S/2003 J16 - Herse - S/2003 J18 - S/2003 J19 - S/2003 J23
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Benutzte Quellen - Text: Astronomie-Lexikon RedShift / Daten: Seiten der NASA und der ESA / Bilder: (c) NASA
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