Opposition bezeichnet in der Astronomie den Zeitpunkt, bei dem sich zwei Himmelskörper des Sonnensystem am abendlichen Himmelszelt in einem Winkelabstand von 180 Grad zueinander befinden. Für die äußeren Planeten kann man also feststellen, daß sich der Planet zum Oppositionszeitpunkt am Himmel gegenüber der Sonne befindet. Für den astronomisch interessierten Himmelsbeobachter ist in aller Regel nur der Zeitpunkt einer Planeten-Opposition zur Sonne wichtig, Das liegt daran, daß der betroffene Planet nur um diesem Zeitpunkt herum die ganze Nacht über beobachtet werden kann. Dann steht er auch gegen Mitternacht im Zenit, hat also seine höchste Stellung am Himmel genau im Süden erreicht. Ein weiterer Vorteil für den Planetenbeobachter ergibt sich daraus, daß der Himmelskörper in zeitlicher Nähe zum Oppositionszeitpunkt auch seine geringste Entfernung von der Erde erreicht. Da die Planeten sich nicht auf Kreis-, sondern auf elliptischen Bahnen bewegen, ist der Abstand zur Erde in Oppositionsstellung nicht konstant sondern höchst variabel. Beim Planeten Mars ist dieser Effekt besonders ausgeprägt. Ebenfalls interessant für die Beobachtung des Planeten ist der Umstand, daß sich der Planet um den Oppositionszeitpunkt herum, in seiner vollen Phase befindet.
Wenn zwei Planeten fast zur gleichen Zeit in Opposition zur Sonne stehen, kann es wegen der scheinbaren Schleifenbahnen der Himmelskörper am Himmel auch zu einer so genannten dreifachen Konjunktion kommen. Der Name ergibt sich aus der Tatsache, daß sich die beiden Planeten dann insgesamt drei mal innerhalb nur weniger Monate am Himmel begegnen .
Die unteren Planeten Merkur und Venus, aber auch alle anderen Himmelskörper, die sich innerhalb der Erdbahn um die Sonne bewegen, können zu keiner Zeit in Opposition zur Sonne kommen. Daher sind sie auch nie während der gesamten Nacht zu beobachten, sondern nur am Abend- oder am Morgenhimmel.
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