|
Perseus - Perseus - Persei - Per Deutscher Name - Lateinischer Name - Lateinisches Genitiv - Abkürzung
Das Sternbild Perseus ist ein großes und sehr interessantes Sternbild des Nordhimmels, das in einem durch eine Dunkelwolke abgedunkelten Bereich der Milchstraße liegt, zehn Sterne heller als 4. Größe aufweist und im Herbst und Winter besonders gut beobachtet werden kann. Perseus grenzt im Norden an die Giraffe und die Kassiopeia, im Westen an die Kassiopeia, die Andromeda und das Dreieck, im Süden an den Widder und den Stier sowie im Osten an den Fuhrmann. Da der Perseus in einem relativ dichten Gebiet der Milchstraße liegt, ist das Sternbild auch für Fernglas-Beobachter ein lohnenswertes Objekt. Ein sehr schönes Beispiel dafür ist der doppelte Sternhaufen h und chi Persei. 1901 leuchtete im Perseus eine Nova auf, die eine scheinbare Helligkeit von 0,2 mag erreichte und eine große Gaswolke auswarf. Eine Nova strahlt kurzfristig hunderttausend mal heller als der weiße Zwergstern vorher. Nach dem Helligkeitsausbruch entwickelt sich die Helligkeit am Himmel mehr oder weniger schnell wieder zurück. Man sieht also einen vermeintlich neuen Stern am Himmel, wo vorher nichts zu sehen war. Die Nova ging aus dem Doppelstern GK-Persei hervor und noch heute gibt es alle drei bis vier Jahre eine Mininovae, bei der die scheinbare Helligkeit von GK-Persei etwa um das zehnfache gesteigert wird. Die bei der Nova entstandene Gaswolke kann man heute in großen Amateurteleskopen bewundern. Sie trägt den Namen Feuerwerksnebel. Ein weiteres schönes Himmelsobjekt im Sternbild Perseus ist der California-Nebel (NGC 1499). Er überspannt am Himmel eine Fläche von rund 5 Vollmondscheiben. Trotz dieser immensen Größe ist er nur sehr schwer zu beobachten. Man benötigt neben einem dunklen Landhimmel ein großes Teleskop mit großem Gesichtsfeld und einen UHC-Filter. Von Mitte Juli bis Ende August kann man den prächtigen Sternschnuppenstrom der Perseiden beobachten, dessen Radiant (scheinbarer Ausgangspunkt) im Sternbild Perseus liegt. In den Nächten vom 12. auf den 13. August erreicht der Sternschnuppenstrom sein Maximum. Dann kann man rund 75 bis 100 Sternschnuppen je Stunde bewundern. Das Sternbild Perseus ist bereits in der Liste der 48 Sternbilder des Ptolemäus (ca. 140 n. Chr.) enthalten. Perseus war in der griechischen Mythologie der Sohn des Zeus und der Danae, der Tochter des Akrisios, dem König von Argos. Er schlug der Gorgone Medusa den Kopf ab, auf dem sie statt Haaren Schlangen trug. Auch ihr Blick, der jedermann versteinerte der ihn traf, konnte sie nicht vor der Enthauptung bewahren. Perseue rettete auch die schöne Andromeda, die an einen Fels gekettet dem Meeresungeheuer Ketos geopfert werden sollte. Zum Dank für die Rettung erhielt er Andromeda als seine Frau.
Perseus bedeckt am Firmament eine Fläche von 615 Quadratgrad und erreicht seine größte Höhe über dem Horizont jedes Jahr im November gegen Mitternacht (MEZ).
Das Sternbild Perseus ist nördlich von 59° zirkumpolar und südlich von -31° geographischer Breite nicht mehr vollständig sichtbar. Sein Deklinationsbereich erstreckt sich von 30° Nord bis 59° Nord.
Sternkarte Sternbild Perseus Beobachtungsberichte: NGC 869+NGC 884 - M 34 DeepSky-Objekte bis 9. Größenklasse: NGC 869/884 - M 34 - NGC 1545 - NGC 1528 - NGC 1342 - NGC 1582 Himmelsansicht für den Monat der höchsten Stellung am Himmel gegen Mitternacht (MEZ)
|