Pluto

 
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Pluto war bis zum 24.08.2006 der neunte Planet im Sonnensystem, der am am 18. Februar 1930 von Clyde Tombaugh am Lowell-Observatorium als Objekt 15. Größe entdeckt wurde. Die Suche nach einem Planeten jenseits des Neptun begann im Jahre 1905, als man Abweichungen zwischen der beobachteten und der berechneten Bewegung von Uranus und Neptun fand. Heute weiß man allerdings, daß Pluto lediglich ein Fünftel der Mondmasse besitzt und insofern Uranus und Neptun gravitativ nicht stören kann.

Die Plutobahn ist stärker gegen die Ekliptik geneigt und weist eine stärkere Elliptizität auf als jede andere Planetenbahn. Sein Abstand von der Sonne schwankt zwischen 30 und 50 AE. Sein Perihel erreichte er 1989, und zwischen 1979 und 1999 war er der Sonne näher als Neptun.

Durch die Entdeckung des Mondes Charon 1978 wurde es möglich, den Durchmesser und die Masse Plutos genauer zu bestimmen. Der heute beste Wert für den Durchmesser ist 2320 ± 25 Kilometer. Plutos durchschnittliche Dichte ist etwa doppelt so groß wie die von Wasser. Der Planet besteht vermutlich aus einer dicken Wassereisschicht, die einen Kern aus teilweise hydratisierten Felsen umgibt. Charon und Pluto sind in einer doppelt synchronen Rotation mit einer Periode von 6,39 Tagen gefangen. Plutos Rotationsachse ist 122° gegen die Ekliptikebene geneigt, so daß der Planet - wie Uranus - sich retrograd dreht und gleichsam auf der Seite liegt.

Zwischen 1985 und 1990 kam es zu einer Reihe von gegenseitigen Bedeckungen und Verfinsterungen der beiden Objekte. Eine solche Serie von Ereignissen findet von der Erde aus gesehen nur zweimal im Laufe eines Plutojahres von 248 Erdjahren statt. Dabei war es möglich, die spektralen Signaturen von Pluto und Charon zu unterscheiden und die ersten groben Albedo-Karten der Plutooberfläche zu erstellen. Sie bestätigten die früheren Vermutungen einer stark uneinheitlichen und veränderlichen Oberfläche, die auf Helligkeitsänderungen während der Rotationsperiode, aber auch auf längerer Zeitskala basierten. Im Gegensatz zu Charon, der grau erscheint, ist Plutos Oberfläche rötlich gefärbt. Mit Infrarotspektroskopie entdeckte man schon 1976 Methaneis auf Pluto. Die Bedeckung eines Sterns durch Pluto im Jahr 1988 enthüllte die Existenz einer dünnen, ausgedehnten Atmosphäre. Stickstoff- und Kohlenmonoxid-Eis wurden 1992 auf der Oberfläche entdeckt. Die Oberflächentemperatur beträgt etwa 40 K. 1996 zeigten Beobachtungen mit dem Hubble Space Telescope erstmals breite helle und dunkle Strukturen auf der Plutooberfläche.

2005 führten Beobachtungen mit dem Hubble Space Telescope zur Vorbereitung der New Horizons-Mission zum Pluto zur Entdeckung zweier kleiner, zuvor unbekannter Plutomonde, die den Planeten in zwei- bis dreifachem Charon-Abstand umrunden. Sie erhielten inzwischen die Namen Hydra und Nix und sind etwa 50 Kilometer groß.

Am 24. August 2006 beschloss die Internationale Astronomische Union auf ihrer 26. Generalversammlung in Prag eine Neudefinition des Begriffs Planet, die von Pluto nicht erfüllt wird. Folgerichtig wurde Pluto - vorerst zusammen mit Ceres und Eris (2003 UB313) - der neu geschaffenen Klasse der Zwergplaneten zugeordnet; darüber hinaus warten bereits weitere Kandidaten auf ihre Anerkennung als Zwergplaneten. Mit Stand Anfang 2010 gehören auch Makemake und Haumea zu den Zwergplaneten. Außerdem gehören Pluto, Eris, Makemake und Haumea zu den Plutoiden. Plutoiden sind eine Unterklasse der Zwergplaneten.

Benutzte Quellen - Text: NASA, ESA und Wikipedia / Daten: Seiten der NASA und der ESA / Bilder: (c) NASA

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