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Schild - Scutum - Scuti - Sct Deutscher Name - Lateinischer Name - Lateinisches Genitiv - Abkürzung
Das Sternbild Schild ist ein kleines, unscheinbares Sternbild, das in einem sehr hellen Bereich der Milchstraße eingebettet ist. Seine Hauptsterne erreichen knapp die 4. Größenklasse. Das Sternbild Schild grenzt im Norden an den Adler und die Schlange, im Westen an die Schlange, im Süden an den Schützen sowie im Osten an den Adler. Im Sternbild Scutum liegen sehr reichhaltige Sternfelder. Besonders zu erwähnen ist die Sternwolke im nördlichen Bereich des Sternbildes, die eine Größe von etwa 6° aufweist und damit ein typisches Feldstecherobjekt ist. Das Sternbild Schild wurde erstmals 1690 von dem Danziger Astronomen Johannes Hevelius in seinem Werk Firmamentum Sobiescii oder auch Firmamentum Sobiescianum erwähnt. Hevelius widmete das Sternbild Schild dem ihn stark unterstützenden polnischen König Jan (Johann) Sobieski III., der in den Jahren von 1629 bis 1696 lebte. Er erinnerte mit dem Sternbild Scutum auch an die Schlacht am Kahlenberg, mit der Sobieski III. 1683 die Stadt Wien von der türkischen Belagerung befreite, denn das Sternbild sybolisiert den Schild, den der König während dieser Schlacht trug. Die ursprüngliche, von Hevelius benutzte Bezeichnung des Sternbild lautete Scutum Sobiescii, was übersetzt so viel wie Schild des Sobieski bedeutet.
Das Sternbild Schild bedeckt am Firmament eine Fläche von 109 Quadratgrad und erreicht seine größte Höhe über dem Horizont jedes Jahr im Juli gegen Mitternacht (MEZ).
Das Sternbild Schild ist südlich von -86° zirkumpolar und nördlich von 74° geographischer Breite nicht mehr vollständig sichtbar. Sein Deklinationsbereich erstreckt sich von 16° Süd bis 4° Süd.
Sternkarte Sternbild Schild Beobachtungsberichte: M 11 DeepSky-Objekte bis 9. Größenklasse: M 11 - NGC 6664 - M 26 - NGC 6712 - NGC 6649 Himmelsansicht für den Monat der höchsten Stellung am Himmel gegen Mitternacht (MEZ)
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