Bitte beachten Sie unbedingt, daß die Sonne niemals ohne die Verwendung geeigneter, speziell dazu entwickelter Filter betrachtet werden darf. Dies gilt erst recht bei der Verwendung von optischen Geräten, wozu auch schon ein Opernglas oder Fernglas zählt. Wer diesen Grundsatz nicht beachtet, verliert sofort und unumkehrbar sein Augenlicht.
Sonne am 11.03.2015 - Sonnenflecken Regions-Nummer AR 2297 Das Bild gibt sehr schön meinen Beobachtungseindruck im Refraktor und im Dobson wieder! Ausschnitt aus dem SDO/HMI Quick-Look Continuum Sonnenbild vom 11.03.2015 um 11:00 Uhr kopiert aus der SDO Seite der NASA (Public Domain) (c) NASA / SDO / AIA / HMI / EVE
Fernglas (Zeiss 10x56) Omegon Refraktor (3’’ ED Dublet APO f/6,3) TS Orion Dobson (10’’ Dobson f/4,8)
Okulare:
TeleVue Plössl 32 mm TeleVue Radian 14 mm TeleVue Radian 10 mm TeleVue Radian 8 mm TeleVue Radian 6 mm TeleVue Radian 5 mm TeleVue Radian 4 mm
Sonnenfilter:
Baader AstroSolar Safety Folie (ND=5)
Beobachtungsort:
Vor unserem Haus
Himmel:
Strahlend blauer Himmel mit durchschnittlichem bis gutem Seeing
Beschreibung:
Ich hatte nach dem Frühstück bei einem Blick aus der Tür meines Arbeitszimmers festgestellt, daß der Wettergott es heute gut mit mir meinte. Strahlend blauer Himmel, keine Wolken zu sehen. Da ich seit Tagen die Entwicklung der Sonnenflecken Region Nummer 2297 auf meiner Seite Sonne aktuell beobachtet hatte, war klar, daß es jetzt endlich an die eigene Beobachtung gehen konnte. Zunächst hatte ich mit meinem 10x56 Zeiss Fernglas die Sonne angeschaut. Die Sonne schwebte am Himmel vor einem tiefschwarzen Hintergrund. Schon im Fernglas war der große Sonnenfleck als klar abgegrenzter, dunkler Fleck zu sehen. Daneben ein kleiner dunkler Fleck. Dann richtete ich den Blick durch meinen Refraktor, den ich zuvor auf dem Stativ und der Vixen SP aufgebaut und ausgerichtet hatte. Schon bei mittlerer Vergrößerung waren die feinen Strahlen in der Penumbra des runden Sonnenfleck zu sehen. Bei steigender Vergrößerung konnte ich die unter dem großen Sonnenfleck horizontal ausgerichtete Flecken-Gruppe mit gutem Kontrast sehen. Im 4mm Radian bei 125-facher Vergrößerung waren nun die beiden etwas heller wirkenden Sonnenflecken rechts neben dem großen Sonnenfleck zu bewundern. Ebenso die um die dunkle Umbra geschwungene Penumbra. Schön anzusehen war die linke Gruppe mit dem lang gezogenen und von einer Lichtbrücke geteilten Fleck. Der Hof um den Hauptfleck der linken Gruppe sah aus wie ein lichtdurchflutetes Blatt am Baum mit den feinen Adern. Nach einer Beobachtungszeit von etwa zweieinhalb Stunden habe ich dann noch den Dobson aufgebaut. Ich wollte hauptsächlich wissen, wie stark sich die Darstellung der Granulation in den beiden Teleskopen unterscheiden würde. Im Refraktor war die Granulation nur auf Grund des gesprenkelten Darstellung auf der Sonnenoberfläche zu erahnen. Im Dobson war die Granulation im Gegensatz dazu höher aufgelöst und mit besser dargestellten Details zu sehen. Störend war allerdings das im Vergleich zum Refraktor wesentlich hellere Bild im Dobson. Um ein dunkleres Bild und damit einen höheren Kontrast zu erreichen habe ich meinen Graufilter ND 0,6 ins Okular eingeschraubt. Im Ergebnis war die Granulation jetzt besser und angenehmer zu beobachten. Auch in den Penumbrae-Gebieten zeigten sich die Feinheiten besser aufgelöst, was mich angesichts des höheren Auflösungsvermögen der größeren Dobson-Optik nicht verwundert.
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