Bitte beachten Sie unbedingt, daß die Sonne niemals ohne die Verwendung geeigneter, speziell dazu entwickelter Filter betrachtet werden darf. Dies gilt erst recht bei der Verwendung von optischen Geräten, wozu auch schon ein Opernglas oder Fernglas zählt. Wer diesen Grundsatz nicht beachtet, verliert sofort und unumkehrbar sein Augenlicht.
Sonne am 28.02.2015 - Sonnenflecken Regions-Nummern AR 2292 und AR 2293 Das Bild gibt sehr schön meinen Beobachtungseindruck mit dem Omegon Refraktor wieder! Ausschnitt aus dem SDO/HMI Quick-Look Continuum Sonnenbild vom 28.2.15 um 16:00 Uhr kopiert aus der SDO Seite der NASA (Public Domain) (c) NASA / SDO / AIA / HMI / EVE
TS Solar Scanner (Spektiv 10x25) Fernglas (Zeiss 10x56) Omegon Refraktor (3’’ ED Dublet APO f/6,3)
Okulare:
TeleVue Plössl 32 mm TeleVue Radian 14 mm TeleVue Radian 6 mm TeleVue Radian 5 mm TeleVue Radian 4 mm TeleVue Radian 3 mm
Sonnenfilter:
Baader AstroSolar Safety Folie (ND=5)
Beobachtungsort:
Carport neben unserem Haus
Himmel:
Strahlend blauer Himmel mit durchziehenden Schleierwolken
Beschreibung:
Ich hatte nach dem Mittagessen bei einem Blick aus der Tür meines Arbeitszimmers festgestellt, daß der zuvor wolkenverhangene Himmel einem strahlend blauen Firmament Platz gemacht hatte. Ideales Wetter um meinen neu erworbenen TS Solar Scanner und die neuen Sonnenfilter für mein Fernglas zu testen. Die Sonne war im TS Solar Scanner mit einem kleinen umgebenden Rand schön dargestellt, kleine Sonnenfleckchen auf Anhieb zu erkennen. Das Instrument eignet sich tatsächlich gut, um sich einen schnellen Überblick darüber zu verschaffen, was auf der Sonnenoberfläche zu sehen ist. Dann habe ich diesen Eindruck mit dem Bild in meinem 10x56 Zeiss Fernglas verglichen. Das Bild im Fernglas war natürlich wesentlich kontrastreicher und angenehmer, was mich angesichts der Zeiss-Qualität und dem beidäugigen Sehen nicht wunderte. Die beiden selbstgebastelten Sonnenfilter aus der Baader Astro Solar-Sonnenfolie funktionierten gut. Ich hatte es also tatsächlich geschafft, die Sonnenfolie glatt aber spannungsfrei anzubringen. Die Sonne schien am Himmel zu schweben. Ich erkannte zwei Gruppen mit kleinen Sonnenflecken und drei einzelne Sonnenflecken. Nachdem ich dieses Bild der Sonne mehrere Minuten lang genossen hatte, war es Zeit meinen Refraktor und die Montierung samt Stativ unter den Carport zu schaffen, denn jetzt wollte ich auch den ebenfalls neu erworbenen Euro EMC Sonnenfilter testen. Ich hatte mir diesen Platz ausgesucht, weil ich dort im Schatten des Dachs ungeblendet von der Sonne beobachten konnte. Nach dem Aufbau und dem Ausrichten des Tubus auf die Sonne sah ich sie mir zunächst einmal im 32 mm Plössl an. Rund um die Sonne war alles tiefschwarz, die gesamte Sonne im Zentrum des Okular kontrastreich dargestellt. Auch hier schien die Sonne am Himmel zu schweben. Die Sonnenfleckengruppen und die drei einzelnen Sonnenflecken zeigten sich als dunkle, feine Fleckchen ohne Details. Sehr schön wahrnehmbar war auch der etwas dunkler wirkende Sonnenrand. Ich habe dann mit dem 14 mm Radian weiter beobachtet. Mit diesem Okular waren schon erste Details auf der komplett sichtbaren Sonne zu erkennen. Mit zunehmender Vergrößerung wurden immer mehr Details sichtbar. Die beiden einzelnen Sonnenflecken am Sonnenrand waren in ein Gebiet eingelassen, daß heller wirkte als der restliche Sonnenhintergrund. An den Sonnenflecken zeigten sich an der Seite Regionen mit etwas hellerem Aussehen als die Sonnenflecken selbst aber dunkler als der Sonnenhintergrund. Dieses Phänomen fehlte beim etwa in der Sonnenmitte gelegenen einzelnen Sonnenfleck. Die Sonnenfleckenguppen wiesen nur recht kleine Sonnenflecken auf, bei denen nur vereinzelt Höfe um die dunklen Gebiete wahrnehmbar waren. Diese Höfe stellen sich heller als die Sonnenflecken aber dunkler als die Sonne dar. Nach etwa 90-minütiger Beaobachtungszeit zog sich der Himmel immer mehr zu und so mußte ich leider meine Sonnenbeobachtung einstellen.
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