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Walfisch - Cetus - Ceti - Cet Deutscher Name - Lateinischer Name - Lateinisches Genitiv - Abkürzung
Das Sternbild Walfisch ist ein ausgedehntes, unauffälliges und ziemlich unbekanntes Sternbild am herbstlichen Abendhimmel. Der Walfisch liegt zum größten Teil unterhalb des Himmelsäquator. Dies hat zur Folge, dass Cetus von Deutschland aus betrachtet nur ziemlich nahe am Horizont zu finden ist. Der Walfisch grenzt im Norden an den Widder und die Fische, im Westen an den Wassermann, im Süden an den Bildhauer und den Chemischen Ofen sowie im Osten an die Sternbilder Eridanus und Stier. Der Walfisch beheimatet einige sehr interessante Sterne. Darunter der veränderliche Stern Mira (Die Wunderbare), der seinen Namen 1662 von Johann Hevelius erhielt. Mira ist der Prototyp der langfristig veränderlichen Roten Riesen und schwankt in 332 Tagen zwischen den Größenklassen drei (in Ausnahmefällen zwei) und neun. Bei den Änderungen seiner scheinbaren Helligkeit bläht er sich auf um dann wieder zu kontrahieren, wobei er mal mehr Helium verbrennt und mal mehr Wasserstoff; wodurch Miras Helligkeit entsprechend zu- oder abnimmt. Da die professionellen Astronomen den Stern Mira schon seit über 400 Jahren studieren, erwarteten Sie auch keine Überraschungen bei der Beobachtung von Mira im ultravioletten Licht anläßlich der anstehenden Himmelsdurchmusterung mit dem Galaxy Evolution Explorer. Um so überraschter waren sie beim Studium der Daten, die das GALEX Weltraumobservatorium geliefert hatte. Sie offenbarten nämlich, das Mira über einen gewaltigen, rund 13 Lichtjahre langen Schweif verfügt, der aus dem Material gebildet wird, dass Mira in seiner endenden Lebensphase aus seiner äußeren Hülle ins All bläst. Etwas Vergleichbares haben Astronomen und Wissenschaftler bis zu diesem Zeitpunkt noch nie bei irgendeinem anderen Stern beobachten können. Stellt sich die Frage, warum Miras Schweif bis dahin unentdeckt blieb. Die Antwort ist leicht: Weil der Schweif nur im ultravioletten Licht sichtbar ist, dass dem menschlichen Auge verborgen bleibt. Tau Ceti ist ein gelblicher Stern der Hauptreihe mit einer scheinbaren Helligkeit von 3,5 mag. Er leuchtet in 11,9 Lichtjahren Entfernung zur Erde und gehört somit zu den Sternen, die der Erde am nächsten stehen. Außerdem gehört er er zu den erdnahen Sternen die unserer Sonne am ähnlichsten sind. Das Sternbild Cetus ist schon seit der Antike bekannt und wurde bereits im Sternbildkatalog des Ptolemäus (140 v. Chr.) erwähnt. Der Walfisch liegt am Himmel am Ufer des Fluß Eridanus. Der Asteroid mit der Nummer 4 (Vesta) wurde im Jahr 1807 im Walfisch entdeckt. Ceta stellte in der griechischen Mytologie ein Seeungeheuer dar, das Andromeda zu verschlingen drohte. weil Andromeda an einen Felsen gekettet dem Meeresgott Poseidon geopfert werden sollte. Perseus tötete das Seeungeheuer gerade noch rechtzeitig bevor es Andromeda ein Leid antun konnte. Zum Dank für diese Heldentat durfte Perseus die schöne Andromeda ehelichen.
Das Sternbild Walfisch bedeckt am Firmament eine Fläche von nur 1231 Quadratgrad. Es erreicht seine größte Höhe über dem Horizont jedes Jahr Mitte Oktober gegen Mitternacht (MEZ).
Das äquatornahe Sternbild Cetus wird nördlich von 65° und südlich von -80° geographischer Breite nicht mehr vollständig wahrgenommen. Sein Deklinationsbereich erstreckt sich von 25° Süd bis 11° Nord
Sternkarte Sternbild Walfisch Beobachtungsberichte: M 77 DeepSky-Objekte bis 9. Größenklasse: NGC 246 - M 77 Himmelsansicht für den Monat der höchsten Stellung am Himmel gegen Mitternacht (MEZ)
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