Elongation bezeichnet in der Astronomie den Winkelabstand eines Himmelskörpers im Sonnensystem von der Sonne, und zwar von der Erde aus gesehen. Nur für die inneren Planeten Merkur und Venus gibt es eine so genannte maximale Elongation, bei der die größten Winkelabstände von der Sonne, während eines Umlaufs um dieselbe, in Richtung Osten oder Westen erreicht werden, Eine Elongation von 90° heißt Quadratur, eine von 0° Konjunktion und eine von 180° Opposition. Vor einer westlichen Elongation spricht man, wenn der Himmelskörper vor der Sonne aufgeht. Von einer östlichen Elongation spricht man dagegen dann, wenn der Himmelskörper nach der Sonne aufgeht. Der Himmelskörper kann bei einer westlichen Elongation am Morgenhimmel beobchtet werden, bei einer östlichen Elongation hingegen nimmt der irdische Beobachter den Himmelskörper am Abendhimmel wahr.
Die Elongation ist zwar maßgeblich für die vorhandene oder nicht vorhandene Sichtbarkeit eines Himmelskörpers am irdischen Himmelsgewölbe, aber aus einer maximalen Elongation ergibt sich nicht zwangsläufig eine gute Sichtbarkeit des Himmelskörpers von der Erde aus gesehen. Diese Aussage möchte ich an einem Beispiel festmachen. Der Planet Merkur erreicht in unseren Breiten im Sommer und Herbst seine maximale östliche Elongation. Dennoch ist er nicht am Abendhimmel zu beobachten, obwohl diese größer ausfallen als die größten östlichen Elongationen im Frühling oder Winter. Das liegt daran, daß in unseren Breiten die Ekliptik im Sommer und Herbst am Abend sehr flach in Relation zum Horizont steht und Merkur aus eben diesem Grunde bereits während der hellen Dämmerung untergeht. Im Frühling und Winter hingegen geht Merkur schon während der hellen Dämmerung auf.
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